Chancen der Künstlichen Intelligenz

Das Thema Künstliche Intelligenz polarisiert. Während skeptische Stimmen vor drohenden Science-Fiction-Szenarien warnen, sehen andere großes Potenzial in der Schlüsseltechnologie. Eine davon: unsere Master-Absolventin Doreen Richter. Mit ihrer Master-Thesis über KI in der Veranstaltungsbranche hat sie sogar den Messe-Impuls-Preis abgeräumt

Liebe Doreen, möchtest Du uns ein bisschen von Dir erzählen?

Doreen: Ich bin 27 Jahre alt und komme aus Frankfurt am Main. Meine freie Zeit verbringe ich am liebsten mit meinen Freunden. Ich bin viel draußen unterwegs, zum Wandern, Fahrrad fahren, Schwimmen. Oder ich lese und liege dabei faul in der Sonne. Ich liebe Musik und gehe gerne auf Konzerte. Die ansteckende Laune der Musiker und ihre Leidenschaft, mit der sie das Publikum zu begeistern wissen, finde ich toll. Ich bin grundsätzlich ein neugieriger Mensch und hinterfrage aktuelle Themen. Dabei ist es mir wichtig, immer verschiedene Perspektiven zu berücksichtigen. Den Blick über den Tellerrand sollte man nie vergessen. 

Was hast Du gemacht, bevor Du an der IUBH studiert hast? Warum hast Du Dich für ein IUBH-Fernstudium entschieden?  

Doreen: Von 2011 bis 2014 habe ich ein duales Bachelorstudium in Betriebswirtschaftslehre mit der Fachrichtung Messe-, Kongress- und Eventmanagement an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg absolviert. Mein Ausbildungspartner war die Messe Frankfurt, von der ich auch übernommen wurde. Seitdem betreue ich als Projektmanagerin Gastveranstaltungen. Irgendwann habe ich den Entschluss gefasst, meinen Master anzugehen. Da ich in meinem Job sehr flexibel sein muss, war das Modell der IUBH perfekt für mich. Mit dem Master of Business Administration konnte ich meine bisherigen BWL-Kenntnisse weiter vertiefen und mir wertvolle strategisch-globale Führungskompetenzen aneignen, die heute im Job sehr gefragt sind. Dass ich das Studium ausschließlich auf Englisch absolvieren konnte, war ein weiterer Pluspunkt für die IUBH. 

Wie bist Du auf das Thema Deiner Masterarbeit kurz gesagt: Künstliche Intelligenz im Veranstaltungswesen – gekommen?  

Doreen: Gute Frage, das war eher Zufall. Grundsätzlich wollte ich gerne ein Thema behandeln, das mit meinem alltäglichen Berufsleben zu tun hat. Wenn man die Trends der Veranstaltungsbranche etwas näher inspiziert, fällt auf, dass Künstliche Intelligenz immer noch ein absolutes Randthema ist. Genau das fand ich spannend. Der Begriff Künstliche Intelligenz ist aktuell sehr gegenwärtig: Zeitungen, Zeitschriften und Magazine überschlagen sich mit KI-Artikeln. Der Künstlichen Intelligenz wird nachgesagt, dass sie in Zukunft jeden Wirtschaftszweig nachhaltig verändern wird. Da die Auswirkungen von KI in der Veranstaltungsbranche bislang nur sehr rudimentär betrachtet wurden, wollte ich mit meiner Masterarbeit ein bisschen Licht ins Dunkel bringen. 

Was fasziniert Dich an dem Thema KI?  

Doreen: Wusstest Du, dass bereits heute über eine 100 Billionen Entscheidungen pro Tag von Künstlicher Intelligenz getroffen werden? Die Technologie ist also längst in unserem Alltag angekommen, auch wenn wir es oft gar nicht merken. Künstliche Intelligenz ist nur ein Begriff, der viel kann, aber wenig aussagt. Erst, wenn man sich tiefer mit dem Thema auseinandersetzt, wird klar, wie viele unterschiedliche Disziplinen die KI umfasst. Mithilfe verschiedenster Anwendungsmöglichkeiten wird versucht, die menschliche Intelligenz zu adaptieren und im zweiten Schritt zu optimieren. Das klingt erst einmal besorgniserregend: Technik soll intelligenter werden als wir Menschen? Diese Darstellung wirkt verständlicherweise bedrohlich. Man muss aber ganz klar sagen: Die Technik ist hiervon noch sehr weit entfernt. KI soll eine Hilfe sein, auf die wir Menschen zugreifen können. KI ist besonders gut, wenn es um die Analyse großer Zahlenmengen und das Erkennen von Mustern geht. Das könnten wir Menschen so niemals leisten. In einer global vernetzen Welt, die zwangsläufig Datenmassen produziert und benötigt, ist die KI ein Partner, der uns unterstützt, diese Komplexität zu begreifen und zu beherrschen. Wenn KI richtig eingesetzt wird, profitieren wir von ihren Möglichkeiten in allen Lebenslagen.  

Wie genau lautet Deine Master Thesis?  

Doreen: “An analysis of the influences of Artificial Intelligence and its potential for application in the event sector – development of recommendations for action” ist der Titel meiner Thesis. Ich habe also speziell für die Veranstaltungsbranche Handlungsempfehlungen in Form von potentiellen Use Cases zur Anwendung von KI sowie strategische Richtlinien entwickelt, die bei der Implementierung innerhalb unserer Branche wichtig sind. Alle Branchen sollen sich frühzeitig mit den Auswirkungen und vor allem den Chancen von KI auseinanderzusetzen. KI bietet enormes Potenzial zur Verbesserung der eigenen Prozesse und wird somit früher oder später zum Wettbewerbsvorteil.  

Du hast den zweiten Platz beim Messe-Impuls-Preis gewonnen. Wie kam das? 

Doreen: Ich habe schon während der Anfertigung meiner Masterarbeit gemerkt, dass das Thema auf großes Interesse in der Branche stößt. Durch vielzählige Experteninterviews habe ich mich mit Branchenkennern austauschen können, was mich weiter in meiner Untersuchung bestätigte. Durch diese Interviews wurde ich auf den Messe-Impuls-Preis aufmerksam. Als das Endergebnis der Arbeit meine eigenen Erwartungen mehr als übertroffen hat, habe ich mich letztlich dazu entschieden, mich für den Preis zu bewerben. Der Fachverband Messen und Ausstellungen e.V. (FAMA) hat sich mit der Ausschreibung das Ziel gesetzt, Young Professionals der Branche zu fördern. Das war eine tolle Erfahrung und hat mir gezeigt, dass die Arbeit der letzten Monate nicht nur für den Abschluss wichtig war, sondern tatsächlich auch für meine gesamte Branche Impulse geben konnte. 

Was waren schwierige Momente im Studium und wie hast Du die überwunden?  

Doreen: Ich habe das Fernstudium in Teilzeit neben meinem Beruf absolviert. Das ist schon eine doppelte Belastung, die nicht unterschätzt werden sollte. Nach dem Feierabend und am Wochenende drückte ich zu Hause die Schulbank. Durch das sehr flexible Modell der IUBH hat man zeitlich aber keine Beschränkungen und kann jederzeit studieren, 24/7 – das ist Fluch und Segen zugleich. Ein Fernstudium erfordert sehr viel Eigendisziplin und Selbstmotivation. Ich habe mir immer kleine Aufgabenpakete geschnürt und mit jeder Klausur, die geschrieben war, wurde der Berg etwas kleiner. Kleine Auszeiten haben mir einen Motivationsschub gegeben. Das Projekt Masterarbeit neben dem Vollzeitjob war dann die letzte Hürde. Mit tatkräftiger Unterstützung von Freunden und Familie schafft man auch das. 

Was würdest Du anderen Studierenden gerne mit auf den Weg geben? Welche Erfahrungen in Deinem Fernstudium waren für Dich besonders wertvoll? 

Doreen: Wenn Dir Flexibilität, freie Zeiteinteilung und selbstbestimmtes Arbeiten wichtig sind, dann ist ein Fernstudium an der IUBH genau das Richtige. Durch die Online-Angebote kannst Du jederzeit und von überall studieren. Das passte für mich und meinen Job perfekt. Vor allem trainiert man das eigene Zeitmanagement, die Disziplin und das Durchhaltevermögen. Obwohl man das Studium mehr oder weniger alleine von zu Hause absolviert, hat man jederzeit die Möglichkeit, sich mit Kommilitonen oder Dozenten auszutauschen. Das ist sehr hilfreich. Ich war sehr zufrieden mit dem Konzept der IUBH und würde das Studium auf jeden Fall weiterempfehlen. 

Was sind Deine Wünsche und Pläne für die Zukunft? 

Doreen: Nach zwei Jahren der Doppelbelastung freue ich mich, nun endlich wieder mehr Freizeit zu haben und diese nach Lust und Laune gestalten zu können. Jobtechnisch würde ich mir wünschen, dass ich das Thema KI weiterverfolgen und in unserer Branche mitgestalten kann. Letztlich ist es so, wie mit allen Innovationen: Man kann sich nie ganz sicher sein, wo die Reise hinführt. Es ist die Gesellschaft, die Trends vorantreibt oder ausbremst. Wir alle tragen die Verantwortung, Innovationen mitzugestalten.