Die besten Lerntipps für produktive Feiertage

Schlafen, Schlemmen und Studieren – hier sind unsere Top-5-Lerntipps, mit denen Du all dies unter einen Hut bekommst und perfekt vorbereitet ins neue Jahr startest.

Die Weihnachtsfeiertage genießen und gleichzeitig Dein Studium voranbringen? Passt auf den ersten Blick so gar nicht zusammen. Vor allem, wenn Du eine hektische Zeit hinter Dir hast und jetzt erst mal die Füße hochlegen willst. Doch sobald Du Deine Liebsten beschenkt und alle Leckerbissen verdrückt hast, meldet sich vielleicht kurz vor Start des nächsten Serienmarathons diese leise Stimme in Dir und weckt Dich aus Deinem Winterschlaf auf der Couch: Eigentlich wolltest Du die Feiertage auch für Dein Fernstudium nutzen …. Mit unserer Lerntippsammlung klappt das bestimmt!

Lerntipp 1: Organisier dich – gut geplant ist halb gewonnen

Der erste Schritt für eine gute Prüfungsvorbereitung ist ein Masterplan, in dem Du absteckst, was konkret verlangt ist. Wenn Du von Anfang an die Anforderungen im Blick hast und systematisch vorgehst, hältst Du Dich später weniger mit Nebensächlichem auf. Ein aufgeräumter Arbeitsplatz hilft Dir dabei, Dich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Beim Sichten des Lernstoffs ist es wichtig, die prüfungsrelevanten Inhalte gezielt herauszufiltern. Hab hier ruhig auch Mut zur Lücke und frag Dich: Gibt es Texte oder Arbeitsmaterialien, die ich direkt aussortieren kann? Wie wird in der Prüfung abgefragt? Was sind die wichtigsten Kerninformationen? Sobald Du diese Fragen geklärt hast, ist der Stoff überschaubar und Du kannst Deine Lernziele in kleine Zwischenschritte einteilen, die Du Stück für Stück angehst.

Lerntipp 2: Date dich selbst – Quality Time für Dein Lernprojekt

Eltern, Verwandte, Freunde – auch über die Feiertage kann Dein Terminkalender ganz schön voll werden. Wo sollst Du da noch Deine Prüfungsvorbereitung unterbringen? Unser Rat: Organisiere Deinen Tag nach einem Zeitplan mit festen Arbeitsdates, in denen Du Dich von nichts und niemandem ablenken lässt. Das Einzige, was jetzt zählt, sind Du und Dein nächstes Etappenziel! Wenn Dir das schwerfällt, schalte alle Lärmquellen aus und Dein Handy auf lautlos oder ganz ab.

Kleine Motivationsspritze: To-do-Listen sind gut, Belohnlisten noch besser. Überleg Dir, wie Du Dir nach jeder kleineren und größeren Lernetappe Gutes tun willst. Das kann etwas ganz Einfaches sein, zum Beispiel ein kurzer Spaziergang oder ein Feierabendbier. Wenn der Widerstand groß und Dein innerer Schweinehund schwer zu bändigen ist, zahlt sich eine Liste mit Belohnungen für Dich besonders aus.

Lerntipp 3: Fang klein an – der 10-Minuten-Trick

Du willst endlich Deine Prüfung ablegen, bist aber völlig unmotiviert und hast das Lernen bis jetzt erfolgreich aufgeschoben? Dann setz Dich nicht unter Druck, sondern greif einfach auf die 10-Minuten-Regel zurück. Mit diesem kleinen psychologischen Trick kannst Du Deine Startschwierigkeiten überwinden.

Und so geht’s: Setz Dir einen Timer und bearbeite eine Aufgabe für genau zehn Minuten. Danach steht es Dir frei, weiterzumachen oder aufzuhören. Ehe Du Dich versiehst, sind schon zwanzig oder dreißig Minuten vergangen und der Anfang – das Schwerste von allem – ist getan. Gerade bei großen Aufgaben funktioniert diese Strategie, da sie Dir nicht mehr wie ein unüberwindbares Hindernis erscheinen.

Lerntipp 4: Nutze clevere Lernmethoden – die Pomodoro-Technik

Es gibt noch eine weitere Methode, mit der Du effizienter arbeiten und Deinen Lernerfolg steigern kannst: die Pomodoro-Technik. Diese besagt, dass Du regelmäßig Pausen brauchst, um produktiver zu sein. Sie ist nach ihrem italienischen Erfinder Francesco Cirillo benannt, der eine Küchenuhr in Tomatenform für sein Zeitmanagement nutzte.

Die Technik funktioniert folgendermaßen: Bevor Du mit Deiner Aufgabe beginnst, notierst Du Dir kurz, was Du dafür alles erledigen musst. Dann stellst Du Dir einen Timer auf 25 Minuten und legst direkt los. Sobald der Wecker klingelt, machst Du fünf Minuten Pause. Der letzte Schritt besteht darin, in diesem Rhythmus weiterzumachen und Dir nach vier abgeschlossenen Arbeitseinheiten eine längere Pause von 15 bis 20 Minuten zu gönnen. Um die Lernphasen optimal zu nutzen, kannst Du entweder kleine To-dos zusammenfassen oder eine große Aufgabe in mehrere Intervalle unterteilen. Der Vorteil: Du lernst nicht nur den Stoff, sondern auch, Dich ohne Unterbrechung fokussiert einer Aufgabe zu widmen.

Lerntipp 5: Smart Dreams – lern einfach im Schlaf

Die gute Nachricht zum Schluss: Kurz vor dem Einschlafen ist Dein Gehirn besonders aufnahmefähig. Wenn Du Deinen Lernstoff abends noch einmal wiederholst, geht der Lernprozess in der Nacht weiter. Der Grund: Während der Tiefschlafphase verarbeitet Dein Gehirn alle neuen Informationen, die dann vom Hippocampus – der Schaltstelle für das Kurzzeitgedächtnis – in die Großhirnrinde des Langzeitgedächtnisses gelangen.

Mach Dir also den natürlichen Prozess der Gedächtniskonsolidierung zunutze und gönn Dir nach einem langen Lerntag Deinen wohlverdienten Erholungsschlaf. Denn irgendwann ist es auch einfach Zeit abzuschalten und Deinen Feiertagsabend zu genießen!