Immer am Puls der Zeit bleiben

Joachim arbeitet als Dozent in der außerklinischen Intensivpflege. Um mit der voranschreitenden Digitalisierung im Gesundheitswesen Schritt zu halten, absolviert der 43-Jährige ein zweites Masterstudium im Fach Wirtschaftsinformatik.

Nach einem Verkehrsunfall und den persönlichen Erlebnissen während mehrerer Klinikaufenthalte hat sich bei mir der Berufswunsch entwickelt, Krankenpfleger zu werden. Gewünscht, getan: 1997 schloss ich meine Ausbildung erfolgreich ab und arbeitete viele Jahre auf einer anästhesiologischen Intensivtherapiestation. Neben wichtiger Praxiskompetenzen konnte ich in dieser Zeit persönlich unglaublich viel mitnehmen und mir eine sehr wertschätzende Haltung gegenüber dem Leben sowie viel menschliche Empathie aneignen. Die Tätigkeit auf der Intensivstation zeigt einem die Grenzen des menschlichen Lebens nur allzu deutlich auf …

Einige Berufsjahre später habe ich mich dazu entschieden, ein Bachelor-Fernstudium im Fach Management von Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens zu absolvieren. Durch die damalige Tätigkeit als Fachkrankenpfleger und die Begleitung neuer Kollegen auf der Intensivstation habe ich meine Leidenschaft für die Fort- und Weiterbildung entdeckt – und den Master in Erwachsenenbildung draufgesetzt. Kurze Zeit später fing ich im IPTAIH Institut für Pflegetraining Außerklinische Intensivpflege und Hygiene an.

Wir bekämpfen Infektionen

In meiner jetzigen Position als Dozent des IPTAIH bilde ich meine Teilnehmer im Rahmen von Basishygiene-, Pflegeexperten- und Atmungstherapeuten-Kursen in den Bereichen außerklinische Intensivpflege, Hygiene und Infektionsprävention aus. Ich schätze es sehr, dass ich für meinen Job (normalerweise) durch die gesamte Bundesrepublik reisen und an unterschiedlichen Fortbildungsinstituten unterrichten darf. Aufgrund der aktuellen Corona-Krise ist das Reisen natürlich sehr eingeschränkt.

Darüber hinaus bin ich in der Infektionsschutzberatung tätig und begleite vor allem außerklinische Intensivpflegedienste bei allen Fragen der Hygiene. Der Infektionsschutz stellt vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und der schon vorher dagewesenen drastischen Zunahme von Erregern mit Problemresistenzen gegenüber Antibiotika einen der wichtigsten Handlungsbereiche des deutschen Gesundheitswesens dar. Es ist ein gutes Gefühl, dass ich in meiner Rolle einen effektiven Beitrag zur Bekämpfung von Infektionen leisten und zum Gesundheitsschutz von Patienten und Kollegen beitragen kann. Aktuell tun wir alles, um der Bevölkerung nahezubringen, wie sie sich vor dem Corona-Virus schützen.

IT im Infektionsschutz

Der Wunsch eines zweiten Masters in Wirtschaftsinformatik entstand, weil ich mit der Zeit festgestellt habe, dass sich Fragestellungen der Beatmung und des Infektionsschutzes künftig kaum ohne digitale Unterstützung lösen lassen. Mir wurde klar, dass ich mich in diesem Bereich noch weiterbilden musste, um am Puls der Zeit zu bleiben. Aktuell befasse ich mich im Studium sehr stark mit dem Internet der Dinge (IoT) und übertrage gewonnene Kenntnisse auf das Themenfeld der Hygiene. Hygenie-IoT findet man in unserem Alltag zum Beispiel in Form von digitalen Händedesinfektionsmittelspendern, die den Händedesinfektionsmittelverbrauch messen.

Das Fernstudium an der IUBH passt hervorragend zu meinen vielfältigen beruflichen Anforderungen, weil es sehr flexibel ist: Ich kann von jedem Ort und zu jeder Zeit online studieren. Virtuelle Vorlesungen und vor allem die Online-Klausuren bieten mir einen enormen Mehrwert. Da das Studium sehr praxisorientiert ist und man bei Fragen umgehend Hilfestellung von Tutoren und Dozenten bekommt, konnte ich das gelernte Wissen immer direkt in der Praxis anwenden und so vom ersten Tag an vom Studium profitieren.