Mit dem Wakeskate durchs Studium

Amelie Fuchs ist zweifache Deutsche Meisterin im Wakeskaten. Daneben studiert sie den Masterstudiengang Personalmanagement an der IUBH. Im Interview erzählt sie, was sie am Wassersport begeistert und wie sie das Wakeskaten mit ihrem Studium vereinbart.

Liebe Amelie, wann und wie bist Du zum Wakeboarden bzw. Wakeskaten gekommen? Was begeistert Dich daran?

Amelie Fuchs: Das erste Mal Wakeboard bin ich mit 15 Jahren bei Freunden in den USA hinter einem Boot gefahren. Danach war ich ein paar Mal in Deutschland bei einer Wasserskianlage. Mit 20 habe ich mir dann mein erstes eigenes Wakeboard geleistet. Über meine Freunde kam ich später zum Wakeskaten und war absolut begeistert davon. Seit ich 22 bin, fahre ich nur noch Wakeskate.

Der Unterschied zwischen Wakeboarden und Wakeskaten: Beim Wakeboarden steht man, wie beim Snowboarden, mit speziellen Schuhen in einer Bindung auf dem Brett. Beim Wakeskaten hingegen stehe ich lose mit meinen Sneakers auf dem Wakeskate, genauso wie beim Skateboarden. Diese Freiheit gibt mir einen zusätzlichen Anreiz beim Fahren. Das Tolle am Wakeskaten ist, dass man relativ schnell Fortschritte sieht und sich weiterentwickelt. Die Menschen und die Atmosphäre am Cable sind supercool und es ist ein unglaublich schönes Gefühl, auf dem Wasser zu fahren.

Was war der schönste Moment in Deiner bisherigen sportlichen Karriere?

Deutsche Meisterschaft in Rossau 2019
Deutsche Meisterschaft in Rossau 2019

Amelie: Es gibt eigentlich nicht den einen schönsten Moment, sondern immer wieder viele schöne Momente. Zum Beispiel, wenn man einen neuen Trick lernt, eine lustige Session mit Freunden hat oder einfach alles auf dem Wasser vergessen kann.

Ganz besondere Momente waren natürlich, als ich 2017 und 2019 den ersten Platz bei den Deutschen Meisterschaften im Wakeskaten erreicht habe. 2017 wollte ich eigentlich nur am Wettkampf teilnehmen, um das gesamte Wochenende auf der Wasserskianlage fahren zu können – und gewann überraschend den Meistertitel.

In welchem Fach hast Du Deinen Bachelor gemacht und was waren Deine Beweggründe, noch einen Master draufzusetzen?

Amelie: Ich habe meinen Bachelor in Business Administration zeitgleich mit der Ausbildung zur Industriekauffrau gemacht. Mir war schnell klar, dass ich nicht den Rest meines Lebens 40 Stunden die Woche im Büro arbeiten möchte und mich stattdessen lieber weiterbilden will.  Nach einer Saison als Skilehrerin, mehreren Monaten in Asien und kleinen Reisen im Europa habe ich mit dem Master angefangen, zunächst im Fach Nachhaltiges Wirtschaften an der Universität Kassel.

Warum studierst Du an der IUBH? Welche Vorteile bietet Dir das Fernstudium? Und warum hast Du Dich gerade für den M.A. Personalmanagement entschieden?

Amelie: Die Module und Themen im Master Nachhaltiges Wirtschaften an der Uni Kassel waren sehr interessant, aber die Vorlesungszeiten und Prüfungsphasen ließen sich schwer mit dem Wakeskaten und Arbeiten am Wasserskilift bzw. im Winter in der Skischule vereinbaren.

Während meiner Ausbildung und Tätigkeit als Werkstudentin habe ich in einer Personalabteilung gearbeitet. Die Aufgaben und die Zusammenarbeit mit Menschen haben mir super viel Spaß gemacht. So kam ich auf den Masterstudiengang Personalmanagement an der IUBH: Ein Abschluss in HR-Bereich bietet mir auf Dauer eine bessere Perspektive. Was mir am besten am IUBH Fernstudium gefällt, ist die Flexibilität. Ich kann mir meine Lernphasen selbstständig einteilen und die Online-Klausurtermine frei wählen.

Wie sieht Dein Trainingsalltag aus und wie verbindest Du Sport und Studium?

Amelie: Durch die flexiblen Lernzeiten kann ich mein Studium nach dem Wakeskaten richten. Am liebsten bin ich auf dem Wasser, wenn wenig los ist. So lerne ich beispielsweise vormittags, gehe mittags wakeskaten und gegebenenfalls nachmittags nochmal an den Schreibtisch.

Am vergangenen Wochenende habe ich an einem Contest teilgenommen. Da war es super, dass ich in den Tagen vorher mehr wakeskaten konnte. Diese Woche ist etwas ruhiger und ich kann mehr Zeit in mein Studium investieren.

Du verbringst mehrere Wochen im Jahr auf den Philippinen oder in Thailand, um die Saison zu verlängern. Was gefällt Dir besonders gut an Asien? Und wie bringst Du von dort aus nicht nur den Sport, sondern auch Dein Studium voran?

Amelie in Action © Chris Lehnert
Amelie in Action © Chris Lehnert

Amelie: Besonders gut an Asien gefallen mir die freundlichen, hilfsbereiten und fröhlichen Menschen. Es ist so schön zu sehen, wie glücklich die Menschen zum Beispiel auf den Philippinen sind, obwohl sie nicht so viele materielle Gegenstände wie wir in Deutschland haben. Gerade beim Reisen kann ich mich persönlich gut weiter entwickeln, mein Englisch verbessern, das Verständnis für andere Kulturen intensivieren und Kontakte knüpfen.

Hast Du einen persönlichen Motivations- oder Lerntipp für unsere Leser? Wie schaffst Du es, dranzubleiben?

Amelie: Jeder lernt anders, aber meine Tipps sind: den Lernplatz vorher aufräumen, Handy ausschalten und beim Lernen kurze Bewegungspause machen – zum Beispiel Yoga, Stretching, Aufräumen, Spazieren gehen. Bei gutem Wetter draußen lernen. Und ganz wichtig: nach dem Lernen mit etwas Schönen belohnen!

Welche Ziele möchtest Du als nächstes erreichen – sportlich und jobtechnisch? Wie stellst Du Dir Deine berufliche Zukunft vor?

Amelie: Im Wakeskaten ist es mein Ziel, wieder bei der Weltmeisterschaft und bei der Europameisterschaft teilnehmen zu können. Außerdem habe ich noch einige Tricks im Kopf, die ich gerne lernen möchte. Beruflich bin ich aktuell mit meinen Nebenjobs sehr zufrieden und hoffe, dass ich das theoretisch und praktisch gelernte Wissen nach dem Studium in einem coolen Unternehmen anwenden kann.

Du willst Amelie in Action sehen? Dann schau Dir dieses Video an: