Relaxter Lifestyle in Down Under

Gemeinsam mit ihrer Familie zog Mandy nach Australien. Hier genießt sie das fabelhafte Wetter und die Offenheit der Menschen – dennoch steht fest: Es geht wieder zurück nach Deutschland.

Ich heiße Mandy, bin 39 Jahre alt und lebe mit meiner Familie in Brisbane, in Australien. Tatsächlich hat uns der Job meines Mannes nach Down Under verschlagen. Er arbeitet hier bei einer Tochterfirma seines deutschen Mutterkonzerns als Expat, also als ins Ausland entsendeter Mitarbeiter.

Sonne, Offenheit und giftige Tiere

Australien

An Australien begeistert mich vor allem der Lifestyle. Es ist hier leichter, trotz viel Arbeit das Leben zu genießen. Bei 300 Sonnentagen im Jahr und den schönsten Stränden vor der Tür auch kein Wunder. Dementsprechend relaxt sind auch 99,9% der Leute, die hier leben. Man findet schnell einheimische Freunde, egal ob Eltern aus der Schule und dem Kindergarten oder Nachbarn. Alle sind hier sehr zugänglich und immer offen für einen Chat. Doch was heißt schon einheimische Freunde in Australien? Gibt es „den“ Australier? So viele haben Wurzeln in Europa, aber auch in Asien und Südamerika. Natürlich gab es aber auch Dinge, an die ich mich erst mal gewöhnen musste. Die Tierwelt hier war wohl mein größter Kulturschock – größere Spinnen, viele Schlangen und einige davon zählen zu den giftigsten der Welt.

Flexibilität fordert Disziplin

Ich habe ein Medizinstudium hinter mir und den Großteil meiner Facharztausbildung. Beruflich möchte ich aber gerne noch andere Schwerpunkte legen. Deshalb studiere ich jetzt den Master of Business Administration an der IUBH, um mir eine betriebswirtschaftliche Basis zu schaffen. Ich habe ein Studium auf Deutsch gesucht, weil ich vor einem englischsprachigen zu viel Respekt hatte. Außerdem sprach für die IUBH das reine Onlinestudium ohne Präsenzzeiten. Der Vorteil ist definitiv die Flexibilität, aber man muss fokussiert bleiben und sich selbst organisieren. Das erfordert viel Disziplin.

Australien

 

Mit Familie und Job ist es nicht immer einfach, das Studium in den Alltag zu integrieren. Ich versuche an meinen drei freien Vormittagen pro Woche daran zu arbeiten, manche Abende zu nutzen und vor den Prüfungen am Wochenende zu lernen. Glücklicherweise habe ich gute Austauschpartner in Deutschland gefunden, und dank moderner Technik ist eine Kommunikation trotz Zeitverschiebung und Distanz problemlos möglich.

Sehnsucht nach Karneval und Weihnachtsstimmung

Aus Deutschland vermisse ich den Karneval in Köln und natürlich unsere Freunde und Familie. Aber im Moment vor allem die Weihnachtszeit. Bei 30 Grad kommt nicht viel Weihnachtsstimmung auf, trotz aller Beleuchtung und toller Dekoration. Andererseits können wir so die Zeit für unsere große Leidenschaft nutzen: das Reisen. Zur Weihnachtszeit geht es dieses Jahr nach Neuseeland. Und in drei Jahren werden wir zurück nach Deutschland ziehen. Das war eine sehr schwere Entscheidung – aber sie steht.