„Ich wollte den Ausgleich zum Fußball“

Lea Schüller, Stürmerin in der Deutschen Fußballnationalmannschaft der Frauen, findet im Fernstudium Wirtschaftsingenieurwesen Industrie 4.0 ihren Ausgleich zum Profisport. Sie profitiert dabei von der maximalen Flexibilität der IUBH.

Lea, wann und wie bist Du zum Fußball gekommen?

Lea Schüller: Meine Begeisterung für den Fußball kam 2004 auf, als ich mit meiner Familie im Frankreichurlaub war. Zu dieser Zeit fand die Europameisterschaft statt, die ich gespannt im Fernsehen verfolgt habe. Ich war so beeindruckt, dass ich kurz darauf in meinem Heimatverein Hülser SV angefangen habe, Fußball zu spielen. Seitdem spiele ich ununterbrochen – und Fußball ist zu meiner großen Leidenschaft geworden. Da ist es natürlich umso schöner für mich, den Sport mittlerweile professionell ausüben zu dürfen.

Im Juni 2019 – 15 Jahre nach dieser Urlaubsoffenbarung – hast Du bei der Frauenfußball-WM in Frankreich mitgespielt. Wie war diese Erfahrung für Dich?

Lea: Bei einer Weltmeisterschaft dabei zu sein, ist zunächst einmal eine unglaubliche Ehre. Zudem war es schön zu sehen, dass der Frauenfußball mehr Anerkennung bekommt, was sich vor allem an den Stadionbesuchen und Übertragungen gezeigt hat. In den Stadien war jedes Mal eine super Atmosphäre! Besonders beeindruckend waren die euphorischen Fangesänge nach dem Finale. Die WM war eine unvergessliche Erfahrung für mich.

Aber es ist nicht nur der Fußball, für den Du brennst. Heute studierst Du nebenbei an der IUBH. Welche Vorteile bietet Dir das Fernstudium?

Lea: Nach meinem Abitur habe ich angefangen, an einer „normalen“ Hochschule zu studieren, was sich als zu große Belastung herausgestellt hat. Aufgrund von Lehrgängen beim DFB, Spielen und Trainings konnte ich nicht immer in der Uni sein und hing mit dem Lernstoff oft hinterher. Aus diesem Grund habe ich mich im April dazu entschieden, ins IUBH Fernstudium zu wechseln, um mir die Zeit selbst einteilen und auch Klausuren flexibel schreiben zu können. Das IUBH Fernstudium bietet mir genau die Flexibilität, die ich als Profisportlerin zum Studieren brauche.

Wie sieht Dein Tagesablauf im Moment aus? Wie bringst Du Sport und Studium unter einen Hut?

Lea: Bei meinem aktuellen Verein SGS Essen trainieren wir immer am späten Nachmittag, da einige unserer Spielerinnen nebenbei arbeiten. So kann ich den Morgen fürs Lernen nutzen und gehe am Nachmittag zum Training. An zwei bis drei Tagen in der Woche steht vormittags noch Kraft- oder Individualtraining an, was bedeutet, dass ich an diesen Tagen weniger Zeit zum Lernen habe. Das versuche ich an den freien Vormittagen auszugleichen, um nicht nur sportlich „am Ball zu bleiben“. Meine Freizeit verbringe ich dann am liebsten mit meinen Freunden, weil ich insgesamt – neben Fußball und Studium – nur wenig Zeit für andere Dinge habe.

Bei Fußball denkt man nicht sofort an Wirtschaftsingenieurwesen Industrie 4.0. Warum hast Du Dich gerade für diesen Studiengang entschieden? Was reizt Dich an dem Thema?

Lea: Anders als viele meiner Mannschaftskolleginnen habe ich mich gegen ein Sportstudium entschieden, weil ich den Ausgleich zum Profisport wollte. In meiner Kindheit habe ich davon geträumt, Autos zu konstruieren. Nach dem Abi habe ich mich dann auf verschiedenen Seiten informiert, und Wirtschaftsingenieurwesen Industrie 4.0 hat mich einfach am meisten interessiert, weil ich mit diesem Studium sowohl den technischen als auch den wirtschaftlichen Bereich abdecke. Damit bin ich nach meiner sportlichen Karriere breit aufgestellt.

Was sind Deine nächsten Ziele – sportlich und studientechnisch? Wie stellst Du Dir Deine berufliche Zukunft vor?

Lea: Die Teilnahme an der WM war ein besonderer Meilenstein in meiner Karriere. Mein nächstes Ziel ist es, mein Studium innerhalb der nächsten drei Jahre zu beenden. Danach möchte ich mich erstmal nur auf den Fußball konzentrieren. Nach meiner Sportkarriere hoffe ich natürlich, erfolgreich ins „normale“ Berufsleben einsteigen zu können. Dafür bin ich mit meinem IUBH-Studium bestens gerüstet. Wohin es mich beruflich dann genau ziehen wird, weiß ich allerdings noch nicht.