Zwischen Online-Klausur und Wickelkommode

IUBH Fernstudentin Nadja ist Mutter einer einjährigen Tochter und verrät, wie sie ihr Studium im Fach Gesundheitsmanagement mit Kind managt und was ihr hilft, motiviert zu bleiben.

Ich heiße Nadja, bin 28 Jahre alt, verheiratet und von Beruf Gesundheits- und Krankenpflegerin. Seit Mai 2018 bin ich außerdem Mutter einer kleinen Tochter. Aktuell befinde ich mich im 3. Semester meines Bachelors Gesundheitsmanagement.

Familienplanung und Fernstudium? Läuft!

Für ein Fernstudium habe ich mich entschieden, weil ich meinen Job nicht aufgeben wollte. Außerdem hatten mein Mann und ich vor, mit der Familienplanung zu beginnen, weshalb ein Fernstudium mir perfekt erschien. Mir ist es wichtig, trotz Nachwuchs etwas für mich zu machen und mich beruflich weiterzuentwickeln. Da ich in Zukunft gerne weiter in der Gesundheitsbranche arbeiten möchte, lag die Entscheidung für den Studiengang Gesundheitsmanagement nahe.

Ich war beruflich immer sehr eingespannt, daher kam keine Universität infrage, bei der Präsenzvorlesungen Pflicht sind. Alleine lerne ich besser und gezielter, somit ist das IUBH Fernstudium genau die richtige Wahl für mich. Mit den Modulen bin ich sehr flexibel und kann alles in meinem Tempo bearbeiten. Dank der Live-Tutorien und Vodcasts kann ich mir Unterstützung holen, wenn ich etwas nicht genau verstanden habe. Super ist auch die Möglichkeit, Klausuren online zu schreiben, wodurch ich noch flexibler bin.

Kind schläft, Mama lernt: Ich nutze jede freie Minute

Ich war gespannt, wie das Studieren mit Baby verglichen mit der Zeit davor wird und habe mir daher nach der Geburt erst einmal ein Urlaubssemester genommen. Wir waren recht schnell ein eingespieltes Team: Aufstehen, umziehen, Frühstück machen, Haushalt erledigen. Erst beim Mittagsschlaf fing der Unterschied zu einer Mama an, die nicht studiert: Während Emily schlief, lernte ich mit Karteikarten oder machte die Online-Evaluationen. Das mache ich auch heute noch so. Mittlerweile arbeite ich aber wieder in Teilzeit (80%) in einer Führungsposition und Emily ist ein paar Stunden am Tag in der Kita.

Über Instagram habe ich eine gute Möglichkeit gefunden, mich mit anderen studierenden Müttern und Kommilitonen auszutauschen. Das ist sehr motivierend, weil man sich in manchen Situationen als Fernstudent nicht so alleine fühlt. Mit einer Kommilitonin zusammen habe ich schon ein Modul bearbeitet und am gleichen Tag gemeinsam die Klausur geschrieben. Danach haben wir ganz hibbelig auf unsere Noten gewartet und uns gegenseitig für das nächste Modul motiviert, das wir wieder zusammen in Angriff nehmen wollen.

Mein Mann unterstützt und bestärkt mich

Am Abend bringt meistens mein Mann die Kleine ins Bett, damit ich mich an das aktuelle Skript setzen kann, um zu lernen. Er ist eine große Unterstützung. Mein Mann hat mich auch darin bestärkt, das Studium überhaupt erst anzufangen. Wenn er am Wochenende zuhause ist, habe ich daher immer Zeit, mich voll aufs Studium zu konzentrieren. Zum Lernen gehe ich meistens in die Bibliothek, damit ich ungestört bin. Natürlich verbringen wir regelmäßig auch Wochenenden, an denen ich mich voll und ganz der Familie widme.

Mein Umfeld hat ganz unterschiedlich auf mein Studium mit Baby reagiert: Viele fanden meine Entscheidung sehr gut. Einige Freunde unterstützen mich sogar aktiv und gehen unter der Woche mit der Kleinen spazieren. Andere zweifeln wiederum, ob ich Emily überhaupt gerecht werden kann. Zum Teil waren auch Aussagen wie „Hättest Du nur mal mit dem Studium gewartet, bis die Familienplanung abgeschlossen ist“ oder „War das Kind überhaupt geplant?“ dabei. Meine Motivation bleibt der Studienabschluss und die damit verbundenen neuen Möglichkeiten im Berufsleben.

Für die Zukunft wünsche ich mir auf jeden Fall noch ein Geschwisterchen für Emily, aber erst nach dem Studium. Studieren mit zwei Babys bzw. Kleinkindern stelle ich mir doch zu anstrengend vor. Wohin mich mein nächster beruflicher Schritt führt, entscheidet sich sicher noch im Laufe meines Studiums.