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Dr. Eva-Maria Bäcker ist Zweitplatzierte beim Wettbewerb „Tutor des Jahres“

Diesen Sommer suchte das Forum Distance E-Learning zum siebten Mal in Folge den beliebtesten Fernstudiums-Tutor Deutschlands. In einem großen Onlinevoting konntet Ihr über die Vergabe des Titels „Tutor des Jahres“ entscheiden. Auf Platz 2 des Wettbewerbs landete IUBH-Tutorin Dr. Eva Maria Bäcker. Was ihren Job als Tutorin ausmacht? Wir haben sie gefragt.

 

Die Studierenden haben Dich unter anderem nominiert, weil Du durch Deine Begeisterung für das E-Learning den Geist unseres IUBH Fernstudiums so gut verkörperst. Was genau begeistert Dich am E-Learning?

Auch wenn es sich profan anhören mag: Die Beziehung von Mensch und Technik. Durch das Internet können sich die Studierenden die Tutoren „ins Haus“ holen und umgekehrt. Jeder in seinem Tempo. E-Learning stellt für mich auch eine fortwährende spannende Herausforderung dar, weil die Vermittlung der Inhalte durch den PC oder das Smartphone eine wesentliche Rolle spielt. Es entstehen fortwährend neue Endgeräte und Lehrmethoden. Diese Art der Lehre kann also gar nicht langweilig werden.

E-Learning wird oft als junges Phänomen angesehen, dabei hat die Fernlehre eine lange Tradition. Als einen der Ursprünge des digitalen Lernens kann man die von Langenscheidt entwickelte Sprechplatte ansehen, die um 1900 deutschen Sprachschülern die englische Aussprache vermittelte. In der Weiterentwicklung von E-Learning ist noch Luft nach oben. Ich versuche „Lebendigkeit“ in die techniklastige Lernform zu bringen und die Studierenden aus der anfänglichen Anonymität des Lernprozesses herauszuholen. Viele Studierende lerne ich oft online intensiver kennen als Face-to-Face – es geht oft sogar persönlicher zu als im Seminarraum. Der Slogan der IUBH „Fern, aber nah!“ kommt hier in der täglichen Praxis zum Tragen.

 

Was glaubst Du, macht einen guten Tutor oder eine gute Tutorin aus?

Meiner Meinung nach trifft der Begriff „Lernbegleiter oder Lernbegleiterin“ am ehesten auf die Situation eines Online-Tutors zu. Lernpartner oder Lernpartnerin finde ich noch treffender, da man den Studierenden zur Seite steht und nicht nur nach Art eines Trichters den Stoff einfüllt. Erwachsene Lerner organisieren ihre Lernmenge und ihren Zeitplan selbst nach ihren Bedürfnissen. Die Rolle des Tutors oder der Tutorin ist nun, diese Lernkompetenz der Lernenden zu aktivieren und zu leiten. Ein Online-Tutor oder Tutorin sollte immer offen für neue Konzepte, neue Medien und neue Generationen von Lernenden sein.

 

Warum arbeitest Du als Tutorin?

Angefangen habe ich vor ca. 20 Jahren damit. Das Berufsbild entwickelte sich langsam und ich fand die Möglichkeit toll, Beruf und Familie durch das Medium Internet unter einen Hut bringen zu können. Man kann im Home Office arbeiten und trotzdem engen Kontakt zu Studierenden und KollegInnen bekommen. Ich habe immer gerne Wissen vermittelt und entwickle begeistert neue Konzepte. Heute ist man über das E-Learning weltweit vernetzt. Das ist eine tolle Sache, denn so können Lerngruppen in Übersee sitzen und an unseren Kursen teilnehmen. Mittlerweile gibt es unzählige internationale E-Learning-Konferenzen, von denen ich einige gerne besuche (z.B. die E-Learning Conference Africa) und viele Leute im Ausland schon persönlich kennenlernen konnte, mit denen vorher ein medialer Austausch stattfand. Diese Treffen geben neue Perspektiven zu vielen Inhalten und der Art des Lehrens und Lernens. Ich freue mich wirklich jeden Tag aufs Neue, mein Tablet zu starten.

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