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Berufsfelderkundung im System des lebenslangen Lernen (DLBPGBSLL01)

Kursnummer:

DLBPGBSLL01

Kursname:

Berufsfelderkundung im System des lebenslangen Lernen

Gesamtstunden:

150 h

ECTS Punkte:

5 ECTS

Kurstyp: Pflicht

Kursangebot: WS, SS

Course Duration: Minimaldauer 1 Semester

Zugangsvoraussetzungen:

keine

Kurskoordinator(en) / Dozenten / Lektoren:

Siehe aktuelle Liste der Tutoren im Learning Management System

Bezüge zu anderen Modulen:

Siehe Modulbeschreibung

Beschreibung des Kurses:

In diesem Kurs erfolgt der Zugang zum Berufsfeld erwachsenenbildnerisch Tätiger über Fragestellungen der berufskulturellen Selbstreflexion und Selbstverortung. Hierfür ist die Auseinandersetzung mit dem Diskurs um Profession, Professionalisierung und Professionalität von besonderer Bedeutung. Dabei dienen systematische Beobachtungen des Berufsfeldes und die Analyse beruflicher Selbstbeschreibungen als Grundlage, um die zentralen Dimensionen des Berufsverständnisses von erwachsenenbildnerischen AkteurInnen auszuloten und zu diskutieren. Ferner werden diese Daten für einen Abgleich der berufsbezogenen Idealvorstellungen und Wünsche der Studierenden herangezogen.

Im Rahmen dieses Kurses eruieren die Studierenden auch ihre eigenen studiums- und berufsbezogenen Entwicklungs- und Leistungspotentiale anhand ausgewählter Methoden der Selbstreflexion und thematisieren individuelle sowie strukturelle Herausforderungen im Übergang vom Studium in erwachsenenbildnerische Tätigkeitsfelder.

Kursziele:

Nach erfolgreichem Abschluss des Kurses des Kurses sind die Studierenden in der Lage,

  • Formen, Funktionen und Aufgaben berufsbezogener Zusammenschlüsse zu benennen.
  • die Disziplin Erwachsenenbildung in den Diskurs um Profession, Professionalisierung und Professionalität einzuordnen.
  • ausgewählte Instrumente und Methoden der Erschließung der Berufskultur zu benennen sowie anzuwenden und die Ergebnisse zu präsentieren.
  • berufliche Selbstbe- und Fremdzuschreibungen von erwachsenenbildnerisch Tätigen zu verstehen.
  • Mandat, Lizenz, Paradoxien und Spannungsfelder beruflichen Handelns, berufsbezogene Rollen, Aufgaben, Handlungsmaximen von erwachsenenbildnerisch Tätigen zu erläutern.
  • sich mit den eigenen berufsbezogenen Entwicklungs- und Leistungspotentialen reflexiv auseinanderzusetzen und diese schriftlich festzuhalten.

Lehrmethoden:

Die Lehrmaterialien enthalten Skripte, Video-Vorlesungen, Übungen, Podcasts, (Online-) Tutorien und Fallstudien. Sie sind so strukturiert, dass Studierende sie in freier Ortswahl und zeitlich unabhängig bearbeiten können.

Inhalte des Kurses:

1. Wahrnehmen & Beobachten & Erfragen

1.2 Teilnehmende Beobachtung und dichte Beschreibungen nach C. Geertz

1.3 Feldforschungstagebuch

1.4 Berufsbezogene Leitfadeninterviews

2. Einordnung erwachsenenbildnerischer Berufstätigkeit in den Professionsdiskurs

2.1 Profession

2.2 Stand und Entwicklungslinien der Professionalisierung

2.3 Professionalität als Handlungsphänomen

2.4 Kompetenzen von ErwachsenenbildnerInnen

3. Berufliche Selbstbeschreibungen von ErwachsenenbildnerInnen

3.1 ErwachsenenbildnerInnen als angestellt Tätige

3.2 ErwachsenenbildnerInnen als freiberuflich Tätige

3.3 ErwachsenenbildnerInnen als nebenberuflich Tätige

3.4 ErwachsenenbildnerInnen als ehrenamtlich Tätige

4.Vergleichende berufsbezogene Selbst- und Fremdzuschreibungen

4.1 Komparative pädagogische Berufsgruppenforschung

4.2 Sinnerleben von BerufspraktikerInnen in pädagogischen Arbeitsfeldern

4.3 Arbeitszufriedenheit von BerufspraktikerInnen in pädagogischen Arbeitsfeldern

5. Berufsbezogene (Service-)Einrichtungen und (Berufs-)Verbände

5.1 Funktion und Aufgaben

5.2 Darstellung ausgewählter berufsbezogener Zusammenschlüsse

6. Arbeitsmarkt für AbsolventInnen pädagogischer Studiengänge

6.1 Arbeitsmarktdaten und -prognosen

6.2 Verbleibsituation von Studierender pädagogischer Studiengänge

6.3 Übergang vom Studium in erwachsenenbildnerische Tätigkeitsfelder

7. Reflexion der eigenen berufsbezogenen Entwicklungs- und Leistungspotentiale

7.1 Instrumente zur Kompetenzfeststellung und Benennung von Lernfeldern

7.2 Biographieorientierte Selbstreflexion der Studien- und Berufswahlmotive

7.3 Lerntagebuch

Literatur:

  • Benz-Gydat, M. (2017): Einstieg in erwachsenenpädagogische Berufe. Studie zum Übergang von der Hochschule in die berufliche Praxis. W: Bertelsmann, Bielefeld.
  • Combe, A./Helsper, W. (2016): Pädagogische Professionalität. Untersuchungen zum Typus pädagogischen Handelns. 8. Aufl., Suhrkamp, Frankfurt am Main.
  • Dick, M./Marotzki, W./Mieg, H. (Hrsg.) (2016): Handbuch Professionsentwicklung. Verlag Julius Klinkhardt, Bad Heilbrunn.
  • Friebertshäuser, B./Langer, A./Prengel, A. (Hrsg.) (2013): Handbuch Qualitative Forschungsmethoden in der Erziehungswissenschaft. 4. Aufl., Beltz Juventa, Weinheim.
  • Geertz, C. (2015): Dichte Beschreibungen. Beiträge zum Verstehen kultureller Systeme. 13. Auflage, Suhrkamp, Frankfurt am Main.
  • Gieseke, H. (2015): Pädagogik als Beruf. Grundformen pädagogischen Handelns. 12. Aufl., Beltz Juventa, Weinheim.
  • Hardering, F. (2017). Wann erleben Beschäftigte ihre Arbeit als sinnvoll? Befunde aus einer Untersuchung über professionelle Dienstleistungsarbeit. Zeitschrift für Soziologie, 46(1), 39–54.
  • Hartig, C. (2008): Berufskulturelle Selbstreflexion. Selbstbeschreibungslogiken von ErwachsenenbildnerInnen. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden.
  • Justen, N./Mölders, B. (Hrsg.) (2015): Professionalisierung und Erwachsenenbildung. Selbstverständnis, Entwicklungslinien, Herausforderungen. Verlag Barbara Budrich, Opladen, Berlin, Toronto.
  • Lenk, C. (2010): Freiberufler in der Weiterbildung. Empirische Studie am Beispiel Hessen. W. Bertelsmann, Bielefeld.
  • Meyer, N. (2017): Komparative pädagogische Berufsgruppenforschung. Erwachsenenpädagogik und Journalismus im Vergleich. Bertelsmann, Bielefeld.
  • Nittel, D. (2000): Von der Mission zur Profession? Stand und Perspektiven der Verberuflichung in der Erwachsenenbildung. Bertelsmann, Bielefeld.
  • Nittel, D./Schütz, J./Tippelt, R. (2014): Pädagogische Arbeit im System des lebenslangen Lernens. Ergebnisse komparativer Berufsgruppenforschung. Beltz Juventa, Weinheim.
  • Nittel, D./Völzke, R. (Hrsg.) (2002): Jongleure der Wissensgesellschaft. Das Berufsfeld der Erwachsenenbildung. Luchterhand, Neuwied.
  • Seitter, W. (Hrsg.) (2009): Professionalitätsentwicklung in der Weiterbildung. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden.
  • Seitter, W. (2007): Geschichte der Erwachsenenbildung. Eine Einführung. 3. Aufl., W. Bertelsmann, Bielefeld.
  • Schütz, J. (2009): Pädagogische Berufsarbeit und Zufriedenheit. Eine bildungsbereichsübergreifende Studie. Bertelsmann, Bielefeld.

Prüfungszugangsvoraussetzung:

  • Kursabhängig: Begleitende Online-Lernkontrolle (max. 15 Minuten je Lektion, bestanden / nicht bestanden)
  • Kursevaluation

Prüfungsleistung:

Fachpräsentation

Zeitaufwand Studierende (in Std.): 150

Selbststudium (in Std.): 110
Selbstüberprüfung (in Std.): 20
Tutorien (in Std.): 20