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Ethische und soziale Spannungsfelder im Kontext von Behinderung/Förderbedarf (DLBHPSESHP01)

Kursnummer:

DLBHPSESHP01

Kursname:

Ethische und soziale Spannungsfelder im Kontext von Behinderung/Förderbedarf

Gesamtstunden:

150 h

ECTS Punkte:

5 ECTS

Kurstyp: Pflicht

Kursangebot : WS, SS

Course Duration : Minimaldauer 1 Semester

Zugangsvoraussetzungen:

keine

Kurskoordinator(en) / Dozenten / Lektoren:

Siehe aktuelle Liste der Tutoren im Learning Management System

Bezüge zu anderen Modulen:

Siehe Modulbeschreibung

Beschreibung des Kurses:

Im Rahmen des Kurses „Soziologie, Ethik und Sozialwirtschaft in der Heilpädagogik“ lernen die Studierenden Theorie-Stränge und Analyse-Perspektiven kennen, die zu differenziertem und reflektiertem heilpädagogischen Handeln beitragen. In einer Einführung werden Fragestellungen skizziert, die Paradoxien und Dilemmata in der Heilpädagogik sichtbar machen. Der Frage nach der Entstehung und dem Umgang mit Behinderung wird vor dem Hintergrund der Soziologie aus den Perspektiven „Soziale Produktionen“, „Soziale Reaktionen“ und „Soziale Konstruktionen“ nachgegangen. In Bezug zur Ethik in der Heilpädagogik werden aktuelle Herausforderungen im Spannungsfeld zwischen gesellschaftlichen Entwicklungen und Vulnerabilität erläutert. Überdies erfolgt eine Auseinandersetzung mit sozialwirtschaftlichen Erfordernissen und Zwängen in ihrer Bedeutung für heilpädagogisch orientierte soziale Dienstleistungen. Die Studierenden erfahren zudem, wie die dargestellten Inhalte und übergeordneten Fragestellungen aus Soziologie, Ethik und Sozialwirtschaft auf die ganz konkrete Praxis der Heilpädagogik transferiert werden können.

 

Kursziele:

Nach erfolgreichem Abschluss des Kurses sind die Studierenden in der Lage,

  • zu grundlegenden theoretischen Diskussionen im Kontext von Soziologie und Behinderung Stellung beziehen zu können.
  • soziologische Perspektiven im Rahmen eigener heilpädagogischer Praxis begründet einzunehmen.
  • grundlegende Themen im Kontext von Ethik und Behinderung Stellung zu erörtern.
  • die eigene heilpädagogische Praxis prozessbegleitend unter ethischen Gesichtspunkten zu reflektieren.
  • die für die Heilpädagogik wichtigsten Aspekte der Sozialwirtschaft darzustellen.
  • das eigene heilpädagogische Tätigkeitsfeld unter der Berücksichtigung sozialwirtschaftlicher Einflüsse analysieren zu können.

 

Lehrmethoden:

Die Lehrmaterialien enthalten Skripte, Video-Vorlesungen, Übungen, Podcasts, (Online-) Tutorien und Fallstudien. Sie sind so strukturiert, dass Studierende sie in freier Ortswahl und zeitlich unabhängig bearbeiten können.

 

Inhalte des Kurses:

1. Einführung: Soziologie, Ethik und Sozialwirtschaft in der Heilpädagogik
1.1 Die großen Fragestellungen: Heilpädagogik im Kontext gesellschaftlicher Paradoxien
1.2 Perspektiven aus Soziologie, Ethik und Sozialwirtschaft zur reflektierten Fundierung heilpädagogischen Handelns

2. Soziologie in der Heilpädagogik
2.1 Soziale Produktionen: Behinderung als Ergebnis gesellschaftlicher Mechanismen
2.2 Soziale Reaktionen: Etikettierung, Stigma, Inklusion
2.3 Soziale Konstruktionen: Behinderung aus sozialkonstruktivistischer Perspektive

3. Ethik in der Heilpädagogik
3.1 Lebensrecht und bioethische Fragestellungen
3.2 Anerkennung, Gleichheit und Differenz
3.3 Selbstbestimmung und Stellvertretung
3.4 Bildungsrecht

4. Sozialwirtschaft in der Heilpädagogik
4.1 Grundlagen heilpädagogisch relevanter Sozialwirtschaft
4.2 Soziale Dienstleistungen in der Heilpädagogik aus sozialwirtschaftlicher Perspektive
4.3 Spannungsfelder

5. Transfer: Soziologie, Ethik und Sozialwirtschaft in der heilpädagogischen Praxis
5.1 Relevanz von Soziologie in der heilpädagogischen Praxis
5.2 Relevanz von Ethik in der heilpädagogischen Praxis
5.3 Relevanz von sozialwirtschaftlichen Perspektiven in der heilpädagogischen Praxis
5.4 Reflexionsfragen für die heilpädagogische Praxis

Literatur:

  • Cloerkes, G. (2007): Soziologie der Behinderten. eine Einführung. Winter Verlag, Heidelberg.
  • Dederich, M./Jantzen, W. (Hrsg.) (2009): Behinderung und Anerkennung. Kohlhammer, Stuttgart.
  • Grundwald, K./Langer, A. (Hrsg.) (2018): Sozialwirtschaft. Handbuch für Wissenschaft und Praxis. Nomos, Baden-Baden.
  • Kastl, J.M. (2017): Einführung in die Soziologie der Behinderung. 2. Auflage, Springer, Wiesbaden.
  • Kastl, J.N./Felkendorff, K. (Hrsg.) (2014): Behinderung, Soziologie und gesellschaftliche Erfahrung. Im Gespräch mit Günther Cloerkes. Springer, Wiesbaden.
  • Moos, G./Klug, W. (2009): Basiswissen Wohlfahrtsverbände. Reinhardt, München.
  • Moser, V./Horster, D. (2011): Ethik der Behindertenpädagogik. Menschenrechte, Menschenwürde, Behinderung. Eine Grundlegung. Kohlhammer, Stuttgart.

Eine aktuelle Liste mit kursspezifischer Pflichtlektüre sowie Hinweisen zu weiterführender Literatur ist im Learning Management System hinterlegt.

Prüfungszugangsvoraussetzung:

  • Kursabhängig: Begleitende Online-Lernkontrolle (max. 15 Minuten je Lektion, bestanden / nicht bestanden)
  • Kursevaluation

Prüfungsleistung:

Schriftliche Ausarbeitung: Hausarbeit

Zeitaufwand Studierende (in Std.): 150

Selbststudium (in Std.): 110
Selbstüberprüfung (in Std.): 20
Tutorien (in Std.): 20