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Frühe Hilfen und Kinderschutz (DLBKPWHFKS01)

Kursnummer:

DLBKPWHFKS01

Kursname:

Frühe Hilfen und Kinderschutz

Gesamtstunden:

150 h

ECTS Punkte:

5 ECTS

Kurstyp: Wahlpflicht

Kursangebot: WS, SS

Course Duration: Minimaldauer 1 Semester

Zugangsvoraussetzungen:

keine

Kurskoordinator(en) / Dozenten / Lektoren:

Siehe aktuelle Liste der Tutoren im Learning Management System

Bezüge zu anderen Modulen:

Siehe Modulbeschreibung

Beschreibung des Kurses:

Frühe Hilfen und Kinderschutz werden im Kurs inhaltlich in zweierlei Hinsicht thematisiert. Einerseits die präventive Arbeit der Frühen Hilfen, mittels derer Kindeswohlgefährdungen vorgebeugt werden soll; andererseits die Initiativen, die im Falle einer Kindeswohlgefährdung notwendig werden würden.

Im Kurs werden die Frühen Hilfen und der Kinderschutz im Handlungsfeld der Kinder- und Jugendhilfe verortet und methodische und gesetzliche Grundlagen erläutert.

Gegenstand des Kurses ist außerdem auch die Bedeutung dieser Hilfen im Kontext einer gesellschaftlichen Veränderung, die Auswirkungen hat auf die Bedeutung und die Aufgaben der Familie heute und in Zukunft.

Letztlich werden Hintergründe vermittelt, die für den Bedarf Früher Hilfen typisch und ursächlich sind. Es werden Handlungsmaximen erläutert, die für das Einschätzen von Kinderschutzfällen essentiell sind.

Kursziele:

Nach erfolgreichem Abschluss des Kurses sind die Studierenden in der Lage,

  • Hintergründe und Ursachen für den Bedarf Früher Hilfen zu erkennen.
  • das Kindeswohl sowie eine mögliche Kindeswohlgefährdung möglichst professionell und folgerichtig einschätzen und beurteilen zu können.
  • Frühe Hilfen und ihre Angebotsstruktur zu benennen und beschreiben zu können.
  • Ziele Früher Hilfen beschreiben zu können.
  • Kinderschutz und Kindeswohl bzw. Kindeswohlgefährdung im Kontext Früher Hilfen darzustellen.
  • den präventiven Ansatz Früher Hilfen abzugrenzen von Interventionsmaßnahmen bei tatsächlicher Kindeswohlgefährdung.
  • zwischen der Gewährleistung Früher Hilfen und dem Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung differenzieren zu können.
  • die rechtlichen Grundlagen der Jugendhilfe (SGB VIII) sowie die Verbindung des SGB VIII mit dem BGB im Kontext von Kindeswohlgefährdung abstecken zu können.
  • Handlungsprinzipien bei Frühen Hilfen und Kinderschutz zu erläutern.
  • das entsprechende Wissen zu lernen und im Rahmen der schriftlichen Prüfung abzurufen.

Lehrmethoden:

Die Lehrmaterialien enthalten Skripte, Video-Vorlesungen, Übungen, Podcasts, (Online-) Tutorien und Fallstudien. Sie sind so strukturiert, dass Studierende sie in freier Ortswahl und zeitlich unabhängig bearbeiten können.

Inhalte des Kurses:

1. Die Kinder- und Jugendhilfe im Überblick

1.1 Frühe Hilfen als Teilgebiet der Kinder- und Jugendhilfe

1.2 Kinderschutz als Aufgabe der Kinder- und Jugendhilfe

1.3 Kooperationsangebote im Kontext der Frühen Hilfen und des Kinderschutzes

2. Methodische Grundlagen

2.1 Methodische Bausteine im Kontext Früher Hilfen

2.2 Methodische Aspekte im Kontext des Kinderschutzes

2.3 Methodische Querschnittsaspekte der Kinder- und Jugendhilfe

3. Gesellschaftliche Veränderung und Auswirkungen auf die Kinder- und Jugendhilfe

3.1 Die Familientradition gestern und heute

3.2 Konsequenzen aus veränderter Familientradition für die Kinder- und Jugendhilfe

3.3 Konsequenzen insbesondere für die Frühen Hilfen und den Kinderschutz

3.4 Ausblick: Zukünftige Veränderungen der Familientradition und mögliche Auswirkungen auf die Kinder- und Jugendhilfe

4. Rechtliche Aspekte der Kinder- und Jugendhilfe

4.1 Gesetzliche Grundlagen der Frühen Hilfen

4.2 Gesetzliche Grundlagen im Kontext Kinderschutz

5. Forschungsstand Frühe Hilfen und Kinderschutz

5.1 Statistische Daten

5.2 Forschungsergebnisse

5.3 Zentrale Theorieaspekte

6. Praxisbeispiele

6.1 Fallbeispiel Frühe Hilfen

6.2 Fallbeispiel Kinderschutz

6.3 Fallbeispiel Inobhutnahme

Literatur:

  • Biesel, K./ Urban-Stahl, U. (2018): Lehrbuch Kinderschutz. Beltz Verlag, Weinheim.
  • Böwer, M./ Kotthaus, J. (Hrsg.) (2018): Praxisbuch Kinderschutz. Professionelle Herausforderungen bewältigen. Beltz Verlag, Weinheim.
  • Brand, T./ Jungmann, T. (Hrsg.) (2013): Kinder schützen, Familien stärken. Erfahrungen und Empfehlungen für die Ausgestaltung Früher Hilfen aus der „Pro Kind“-Praxis und -Forschung. Beltz Verlag, Weinheim.
  • Buschhorn, C. (2012): Frühe Hilfen. Versorgungskompetenz und Kompetenzüberzeugung von Eltern. VS Verlag, Weinheim.
  • Freese, J./ Göppert, V./ Paul, M. (Hrsg.) (2011): Frühe Hilfen und Kinderschutz in den Kommunen. Kommunal- und Schulverlag, Wiesbaden.
  • Leyendecker, C. (2010): Gefährdete Kindheit. Risiken früh erkennen – Ressourcen früh fördern. Kohlhammer Verlag, Stuttgart.

Eine aktuelle Liste mit kursspezifischer Pflichtlektüre sowie Hinweisen zu weiterführender Literatur ist im Learning Management System hinterlegt.

Prüfungszugangsvoraussetzung:

  • Kursabhängig: Begleitende Online-Lernkontrolle (max. 15 Minuten je Lektion, bestanden / nicht bestanden)
  • Kursevaluation

Prüfungsleistung:

Klausur, 90 Min.

Zeitaufwand Studierende (in Std.): 150

Selbststudium (in Std.): 90
Selbstüberprüfung (in Std.): 30
Tutorien (in Std.): 30