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Gesundheitstourismus II (DLBTOGHT02)

Kursnummer:

DLBTOGHT02

Kursname:

Gesundheitstourismus II

Gesamtstunden:

150 h

ECTS Punkte:

5 ECTS

Kurstyp: Pflicht, Wahlpflicht

Zu Details beachte bitte das Curriculum des jeweiligen Studiengangs

Kursangebot: WS, SS

Course Duration: Minimaldauer 1 Semester

Zugangsvoraussetzungen:

DLBTOGHT01

Kurskoordinator(en) / Dozenten / Lektoren:

Siehe aktuelle Liste der Tutoren im Learning Management System

Bezüge zu anderen Modulen:

Siehe Modulbeschreibung

Beschreibung des Kurses:

Der Kurs Gesundheitstourismus II widmet sich der Frage, wie in den unterschiedlichen Teilmärkten erfolgreiche Produkte entwickelt und implementiert werden können. Einen Schwerpunkt stellen hierbei in- und ausländische Destinationen dar, die sich in diesem Markt erfolgreich positionieren und positionieren wollen. Das gesamte Spektrum der gesundheitstouristischen Teilmärkte und ihrer Dienstleistung wird systematisch anhand des im Kurs erlernten Gesundheitsreisen/Gesundheitstourismus-Modells behandelt, wobei auf die primär gesundheitlich motivierten Reisen ein besonderes Augenmerk gelegt wird.

Nur mit innovativen Angeboten und Produkten, die professionell vermarktet werden, können etablierte und neue Anbieter sowie Destinationen im nationalen und internationalen Wettbewerb bestehen. Der Kurs behandelt daher auf Basis von spezifischen Branchenreports zielgerichtet zukunftsweisende Best Practice-Beispiele, innovative Ideen und neue Technologien. Studierende des Kurses verstehen, wie marktfähige Produkte, Alleinstellungen und Wettbewerbsvorteile identifiziert werden, um immer anspruchsvollere Kunden und selbstzahlende Gäste zu erreichen. Sie erkennen, welche Produktanforderungen Anbieter erfüllen müssen und welche Neuerungen es gibt. Sie verstehen, wie Innovationen in diesem hart umkämpften Markt funktionieren und sind in der Lage, Methoden anzuwenden, wie sich diese umsetzen lassen.

Im Fokus des Kurses stehen dabei die Behandlung erfolgreicher und neuartiger Produkte und konkreter Angebote, Netzwerke (Kooperationen, Cluster und neue Strukturen), Plattformen (Vermarktungs- und Vertriebsplattformen für Produkte und Anbieter) sowie Prozesse (v. a. technikgetriebene Systemlösungen), die den Gesundheitstourismus voranbringen. Für diesen Kursabschnitt werden ableitend von Erfahrungen in deutschen Destinationen drei Fragestellungen behandelt, die den Studierenden ein systematisches Verständnis des Produktmanagements im Gesundheitstourismus liefern:

  • „Best Practices & Innovationen“: In den letzten Jahren eingeführte Produkt-, Prozess- und Organisationsveränderungen.
  • „Inventionen & innovative Ansätze“: „Blick ins Labor“-Angebote, die in den kommenden Jahren erfolgreich sein könnten.
  • „Trends & Projektionen“: Abschätzung von angebots- und nachfragegetriebenen Entwicklungen mit längerfristiger Perspektive.

Da der Gesundheitstourismus besondere Ansprüche an die Motivationslage der Kunden stellt, müssen die Studierenden neben den marketingrelevanten Kompetenzen ebenfalls Aspekten der Qualität und Ethik besondere Aufmerksamkeit widmen. Daher werden unterschiedliche Qualitätsmanagementsysteme für Anbieter und Destinationen vorgestellt und bewertet sowie Fragen ethischen Handelns aufgeworfen, die sich im Umgang mit Kunden mit induzierten wie freiwilligen Bedürfnissen nach einer Wiederherstellung und/oder Verbesserung ihres persönlichen physischen und/oder psychischen Gesundheitszustandes ergeben.

Kursziele:

Nach der Teilnahme an diesem Kurs sollen die Studierenden

  • die zentralen Erfolgsfaktoren bestehender gesundheitstouristischer Angebote verstehen.
  • eigenständig Ansätze für innovative gesundheitstouristische Angebote entwickeln und „Me-Too“-Strategien für die Adaptierung bestehender Produkte in neuen Märkten und/oder Destinationen entwickeln.
  • Best Practice-Beispiele für neue Entwicklungen nutzen und generalisieren können.
  • die Bedeutung und Funktionsweise von Netzwerkbildung und Vertriebsmodelle im Gesundheitstourismus verstehen.
  • Prozesse und Systeme des Qualitätsmanagements für gesundheitstouristische Dienstleister und Destinationen bewerten können.
  • ethische Aspekte des wirtschaftlichen Umgangs mit dem Gut „Gesundheit“ verstehen, verinnerlichen und berücksichtigen.

Lehrmethoden:

Die Lehrmaterialien enthalten einen kursabhängigen Mix aus Skripten, Video-Vorlesungen, Übungen, Podcasts, (Online-)Tutorien, Fallstudien. Sie sind so strukturiert, dass Studierende sie in freier Ortswahl und zeitlich unabhängig bearbeiten können.

Inhalte des Kurses:

1 Erfolgsfaktoren und Ansätze für gesundheitstouristische Angebote

1.1 Bedürfnisse von Gesundheitstouristen

1.2 Gesundheitsdienstleistungen und Kundennutzen

1.3 Kundennutzungsstiftung durch Kooperation von Medizin und Tourismusbranche

1.4 Profilbildung und Spezialisierung

1.5 Qualitätsorientierung und Markenbildung

2 Best Practice-Beispiele in zentralen Teilmärkten

2.1 Best Practices in gesundheitstouristischen Segmenten

2.1.1 Medizinisch indizierte OP-Reisen

2.1.2 Medizinische Reisen

2.1.3 Psychotherapeutisch ausgerichtete Reisen

2.1.4 Meditativ motivierte, spirituelle Reisen

2.1.5 Kuren

2.1.6 Medizinisch indizierte Sport-Reisen

2.1.7 Medical Wellness

2.2 Best Practices in gesundheitstouristischen Einrichtungen und Destinationen

2.2.1 Kurorte und Heilbäder

2.2.2 Beherbergungsanbieter

2.2.3 Kliniken, Gesundheitszentren und medizinisch-therapeutische Dienstleister

2.2.4 Medizintechnik und Kommunikationstechnologie

2.2.5 Flächendestinationen

2.2.6 Städtedestinationen

2.2.7 Gesundheitsregionen

3 Netzwerkbildung und Vertriebsmodelle

3.1 Netzwerke in Gesundheitsregionen

3.2 Netzwerke im Beherbergungswesen

3.3 Spezialisierte Reiseveranstalter und Vertriebsorganisationen

3.4 Der Online-Markt im Gesundheitstourismus

3.5 Internationale Märkte

4 Qualitätsmanagement und ethische Aspekte

4.1 Medizinisches Qualitätsmanagement und Auditsysteme

4.2 (Gesundheits-)Touristisches Qualitätsmanagement und Auditsysteme

4.3 Dachmarken und Qualitätsgütezeichen

4.4 Gesundheitstourismus und Ethik

Literatur:

• Beauty 24/Wellness-Hotels & Resorts (Hrsg.) (2015): Wellness-Trends 2015.
(URL: http://www.itb-kongress.de/media/itbk/itbk_dl_de/itbk_dl_de_itbkongress/
archiv_2015/itb_experts_forum_wellness/Wellness-Trends_2015.pdf [letzter Zugriff: 26.10.2016]).
• Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH (Hrsg.) (2015): Potenzialstudie Medizintourismus Berlin-Brandenburg 2015. Berlin. (URL: http://webkiosk.berlin-partner.de/potenzialstudie-medizintourismus-berlin-brandenburg-2015/54835875 [letzter Zugriff: 26.10.2016]).
• Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (Hrsg.) (2011): Allgemeine Wirtschaftspolitik. Innovativer Gesundheitstourismus in Deutschland. Leitfaden.
(URL: http://www.dtv-gesundheitstourismus.de/fileadmin/user_
upload/pdf/Leitfaden_Gesundheitstourismus.pdf [letzter Zugriff: 26.10.2016]).
• Deutscher Heilbäderverband: Kompetenzanalyse der Heilbäder und Kurorte in Deutschland. (URL: http://www.deutscher-heilbaederverband.de/Kompetenzanalyse-723624.html [letzter Zugriff: 26.10.2016]).
• Deutscher Tourismusverband: Online Branchenradar Gesundheitstourismus.
(URL: http://www.dtv-gesundheitstourismus.de/ [letzter Zugriff: 26.10.2016]).
• Deutscher Wellness Verband: Infodienste. (URL: http://www.wellnessverband.de/infodienste/index.php [letzter Zugriff: 26.10.2016]).
• Hall, C. M. (Hrsg.) (2013): Medical Tourism. The Ethics, Regulation, and Marketing of Health Mobility. Routledge, London/New York. ISBN-13: 978-0415665759.
• Lunt, N./Horsfall, D./Hanefeld, J. (Hrsg.) (2015): Handbook on Medical Tourism and Patient Mobility. Edward Elgar Publishing, Cheltenham. ISBN-13: 978-1783471188.
• Project M/KECK Medical (Hrsg.) (2014): „Health Marketing“. Zielgruppen, Marketing und Vertrieb im Gesundheitstourismus. Hamburg/Berlin. (URL: http://www.projectm.de/GT/Downloads/Beteiligungsunterlagen_Kompetenzanalyse_Heilbaeder_Kurorte_Modul-2_Health-Marketing.pdf [letzter Zugriff: 26.10.2016]).
• Rulle, M./Hoffmann, W./Kraft, K. (2010): Erfolgsstrategien im Gesundheitstourismus. Analyse zur Erwartung und Zufriedenheit von Gästen. Erich Schmidt Verlag, Berlin. ISBN-13: 978-3503126026.
• Smith, M./Puczkó, L. (2009): Health and Wellness Tourism. Elsevier, Oxford. ISBN-13: 978-0750683432.
• Voigt., C./Pforr, C. (Hrsg.) (2014): Wellness Tourism. A Destination Perspective. Routledge, Abingdon. ISBN-13: 978-0415644679.

Branchenreporte des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie:
• Branchenreport „Städtedestinationen“.
• Branchenreport „Gesundheitsregionen und Gesundheitsinitiativen“.
• Branchenreport „Kliniken, Gesundheitszentren und medizinisch-therapeutische
• Branchenreport „Beherbergung“.
• Branchenreport „Flächendestinationen“
• Branchenreport „Städtedestinationen“
• Branchenreport „Kurorte und Heilbäder“
• Branchenreport „Medizintechnik und Kommunikationstechnologie“Dienstleister“

Prüfungszugangsvoraussetzung:

• Kursabhängig: Begleitende Online-Lernkontrolle (max. 15 Minuten je Lektion, bestanden / nicht bestanden)
• Kursevaluation

Prüfungsleistung:

Klausur, 90 Minuten

Zeitaufwand Studierenden (in Std.): 150

Selbststudium (in Std.): 90
Selbstüberprüfung (in Std.): 30
Tutorien (in Std.): 30