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Heilpädagogik in der Rehabilitation (DLBHPWHWR01)

Kursnummer:

DLBHPWHWR01

Kursname:

Heilpädagogik in der Rehabilitation

Gesamtstunden:

150 h

ECTS Punkte:

5 ECTS

Kurstyp: Pflicht

Kursangebot: WS, SS

Course Duration: Minimaldauer 1 Semester

Zugangsvoraussetzungen:

keine

Kurskoordinator(en) / Dozenten / Lektoren:

Siehe aktuelle Liste der Tutoren im Learning Management System

Bezüge zu anderen Modulen:

Siehe Modulbeschreibung

Beschreibung des Kurses:

Heilpädagogen sind ein wichtiges Standbein für einen gelingenden rehabilitativen Prozess. Um im interdisziplinären Team erfolgreich zu sein, stellt die Beziehung zwischen Heilpädagoge und Klient spezielle Herausforderungen an den professionellen Heilpädagogen. Die erkrankte Psyche benötigt Ruhe und Stabilität bei gleichzeitiger Forderung eines aktiven Handelns, um körperliche Symptome einzuschränken.

Die Rehabilitation eines Menschen verfolgt das Ziel diesen im Arbeitsalltag einzugliedern und ihm präventive Möglichkeiten aufzuzeigen, um seine Gesundheit zu stärken. Die Burnout Prophylaxe ist ebenso wichtig wie präventive Verhaltensmaßnahmen, um z.B. einen Rückfall in kriminelles Verhalten zu vermeiden.

Der heilpädagogische Hintergrund zur erfolgreichen Behandlung von Menschen mit besonderen Herausforderungen wie dem Zustand nach Schädel-Hirn-Trauma, Schlaganfall oder im Wachkoma wird den Studierenden im Rahmen dieses Kurses vermittelt. Sie begreifen Handlungskonzepte bei der Begleitung von Menschen mit neurologischen oder psychischen Erkrankungen und können Angehörige aus ihrer Hilflosigkeit und in die Handlungssicherheit begleiten.

Der arbeitsmedizinische Hintergrund wird im Rahmen dieses Kurses ebenfalls vermittelt, sodass sowohl das SGB IX als auch die einschlägigen Vorschriften und Verordnungen hinsichtlich des Behinderten- und Rehabilitationsrechts für den Heilpädagogen einen notwendigen Hintergrund liefern. So verfügt der aktive Heilpädagoge über das Wissen wer, warum, wie und unter welchen Voraussetzungen rehabilitiert werden kann.

Der Heilpädagoge lernt in diesem Kurs, sein Basiswissen als Grundelement einer professionellen Weiterentwicklung einzusetzen und im Kontext einer fundierten Handlungsausrichtung einzubetten. Als wichtiger Erfolgsfaktor für die Förderung und Behandlung im Rahmen des rehabilitativen Prozesses unterstützt die heilpädagogische Perspektive den Weg des Klienten und seiner Angehörigen. Der Heilpädagoge befähigt die ihm anvertrauten Menschen zu einem eigenständigen Handlungsplan, damit sie leistungsstark, ausgeglichen und zufrieden ihr Leben gestalten können.

Kursziele:

Nach erfolgreichem Abschluss des Kurses sind die Studierenden in der Lage,

  • Menschen mit psychischen und/oder psychosomatischen Erkrankungen zu helfen, die arbeitsmedizinischen Hintergründe zu begreifen und eine nachhaltige Burnout Prophylaxe zu unterstützen.
  • Menschen mit neurologischen Erkrankungen heilpädagogische Hilfestellungen zuteilwerden zu lassen.
  • Klienten mit psychischen oder somatischen Erkrankungen in der Rehabilitation zu motivieren.
  • Zielgerichtet mit den Angehörigen des Klienten zu arbeiten um die Rehabilitation zu unterstützen
  • das SGB IX sowie die Vorschriften und Verordnungen hinsichtlich des Behinderten- und Rehabilitationsrechts klientenorientiert anzuwenden.

Lehrmethoden:

Die Lehrmaterialien enthalten Skripte, Video-Vorlesungen, Übungen, Podcasts, (Online-) Tutorien und Fallstudien. Sie sind so strukturiert, dass Studierende sie in freier Ortswahl und zeitlich unabhängig bearbeiten können.

Inhalte des Kurses:

1. Neurologische Erkrankungen

1.1 Schlaganfall

1.2 Schädel-Hirn-Trauma

1.3 Wach-Koma

1.4 Rehabilitation

2. Psychosomatik

2.1 Die Leib-Seele-Problematik in der Geschichte der Menschheit

2.2 Auswirkungen der Seele auf den Körper

2.3 Heilpädagogische Wahrnehmungsförderung

3. Psychische Erkrankungen

3.1 Überblick über häufige Psychische Erkrankungen

3.2 Heilpädagogische Rehabilitation

3.3 Sozialpsychiatrie

4. Burnout

4.1 Entstehung einer Überlastung

4.2 Gesunde Grenzen

4.3 Heilpädagogische Handlungsstrategien, um eine Erschöpfungsdepression zu überwinden

5. Arbeitsmedizin im Sinne der Rehabilitation

5.1 Bedeutung einer Wiederherstellung für den Arbeitsalltag

5.2 Ganzheitliche Lebensziele

5.3 Primäre, sekundäre, tertiäre und quartäre Prävention

5.4 Arbeits- und Gesundheitsschutz

5.5 Qualitätssicherung

6. SGB IX

6.1 Entstehung und Bedeutung des SGB

6.2 Bewilligung und Finanzierung einer Rehabilitation

6.3 Das rehabilitative Recht für Menschen mit Behinderung/Förderbedarf

6.4 Heilpädagogische Verantwortung im Rahmen des rehabilitativen Prozesses

6.5 Heilpädagogische Behandlungskonzepte im Sinne des SGB IX

6.6 Rehabilitation als Option zu Partizipation

Literatur:

  • Angerer, P.(Hrsg.) (2014): Psychische und psychosomatische Gesundheit in der Arbeit: Wissenschaft, Erfahrungen und Lösungen aus Arbeitsmedizin, Arbeitspsychologie und Psychosomatischer Medizin (Schwerpunktthema Jahrestagung DGAUM). ecomed Medizin, Heidelberg.
  • Koch, K./Ellinger, S. (2015): Empirische Forschungsmethoden in der Heil- und Sonderpädagogik. Eine Einführung. Hogrefe, Bern.
  • Hillert, Koch, Lehr (2017): Burnout und chronischer beruflicher Stress. Hogrefe, Bern.
  • Marburger, H. (2017): SGB IX - Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderung. Vorschriften und Verordnungen. Mit praxisorientierter Einführung. 12. Auflage, Walhalla Verlag, Regensburg.
  • Nydahl, P. (2010): Wachkoma. Betreuung, Pflege und Förderung eines Menschen im Wachkoma. Urban & Fischer, München/Jena.
  • Schmidt-Ott, G. et al. (Hrsg.) (2015): Rehabilitation in der Psychosomatik. Versorgungsstrukturen - Behandlungsangebote - Qualitätsmanagement 2. Auflage, Schattauer, Stuttgart.
  • Walhalla, Fachredaktion (Hrsg.) (2017): Das gesamte Behinderten- und Rehabilitationsrecht Ausgabe 2017. SGB IX, Bundesversorgungsgesetz (BVG); Opferentschädigungsgesetz (OEG); Mit Durchführungsverordnungen. Walhalla Verlag, Regensburg.

Prüfungszugangsvoraussetzung:

  • Kursabhängig: Begleitende Online-Lernkontrolle (max. 15 Minuten je Lektion, bestanden / nicht bestanden)
  • Kursevaluation

Prüfungsleistung:

Klausur, 90 Min.

Zeitaufwand Studierende (in Std.): 150

Selbststudium (in Std.): 90
Selbstüberprüfung (in Std.): 30
Tutorien (in Std.): 30