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Institutionen und Organisationen im System des lebenslangen Lernens (DLBPGIOSLL01)

Kursnummer:

DLBPGIOSLL01

Kursname:

Institutionen und Organisationen im System des lebenslangen Lernens

Gesamtstunden:

150 h

ECTS Punkte:

5 ECTS

Kurstyp: Pflicht

Kursangebot: WS, SS

Course Duration: Minimaldauer 1 Semester

Zugangsvoraussetzungen:

keine

Kurskoordinator(en) / Dozenten / Lektoren:

Siehe aktuelle Liste der Tutoren im Learning Management System

Bezüge zu anderen Modulen:

Siehe Modulbeschreibung

Beschreibung des Kurses:

Vor dem Hintergrund einer diversifizierten Weiterbildungslandschaft und der Spezifik erwachsenenpädagogischer Institutionalisierung vertiefen die Studierenden in dem Modul ihre Kenntnisse im Hinblick auf die erwachsenenpädagogische Organisationslandschaft und ihren spezifischen Arbeitsweisen einerseits sowie den verschiedenen Erklärungsformen organisationalen Handelns andererseits. Darauf aufbauend werden die Verbindungen von Institution/Organisation und deren Profilen, ihren Programmen sowie dem professionellen Handeln in erwachsenenpädagogischen Zusammenhängen thematisiert, wobei besonderer Wert auf die Bedürfnisse der Teilnehmenden im Allgemeinen und verschiedener Zielgruppen im Speziellen gelegt wird. In diesem Zusammenhang werden auch Modelle zum Erkennen von Bildungsbedarfen, der Steuerung und Beratung wie der Evaluation von vorhandenen Bildungsmaßnahmen ansatzweise thematisiert. Durch die Anwendung verschiedener Ansätze von Programmplanung und Programmanalysen sollen Konzepte von (Weiterbildungs-)Organisationen kritisch reflektiert werden. Die selbständige Durchführung empirischer Programmanalysen ist Teil der Entwicklung instrumenteller Handlungskompetenzen.

Kursziele:

Nach erfolgreichem Abschluss des Kurses sind die Studierenden in der Lage,

  • die verschiedenen Organisationstheorien der Bezugswissenschaften zu benennen.
  • wichtige Eckpunkte einer erziehungswissenschaftlichen Organisationstheorie wiederzugeben.
  • theoretische und methodische Grundlagen der Analyse von (Bildungs-) Organisationen anwenden zu können.
  • den Aufbau, die Ablaufprozesse sowie die Ergebnisse von (Bildungs-) Organisationen zu untersuchen.
  • auf der Grundlage ihrer theoretischen und methodischen Kenntnisse die Entwicklung und Beratung von (Bildungs-)Organisationen zu initiieren und steuernd zu begleiten.
  • die Organisationsvielfalt des Weiterbildungswesens als Ausdruck gesellschaftlicher und ordnungspolitischer Pluralität zu interpretieren.
  • einschlägige Rechtsgrundlagen und Strukturbedingungen zu reflektieren.

Lehrmethoden:

Die Lehrmaterialien enthalten Skripte, Video-Vorlesungen, Übungen, Podcasts, (Online-) Tutorien und Fallstudien. Sie sind so strukturiert, dass Studierende sie in freier Ortswahl und zeitlich unabhängig bearbeiten können.

Inhalte des Kurses:

1. Einführung in Organisations-/Institutionalisierungsformen und -theorien der Erwachsenenbildung, der Weiterbildung und des lebenslangen Lernens

2. Organisationen des lebenslangen Lernens

2.1 Implizite Einrichtungen

2.2 Explizite Einrichtungen

3. Theorien der Organisation

3.1 Organisationssoziologie

3.2 Organisationspsychologie

3.3 Erziehungswissenschaftliche Organisationstheorien

4. Methoden der Analyse von (Bildungs-)Organisationen

4.1 Allgemeine Methoden

4.2 Fachspezifische Methode: Empirische Programmanalysen

5. Konzepte der Organisationberatung und der Organisationsentwicklung

6. Grundlegende meso- und mikrodidaktische Konzepte professioneller Handlungsformen

6.1 Programmplanung

6.2 Bedarfsermittlung

6.3 Professionstheorien

6.4 Beratungsfelder

6.5 Bildungsmanagements

7. Qualität und Evaluation

Literatur:

  • Apelt, M./Tacke, V. (Hg.) (2012): Handbuch Organisationstypen. Wiesbaden: Springer VS.
  • Bonnazi, G. (2008) Geschichte des organisatorischen Denkens, Wiesbaden: Springer VS.
  • Dollhausen, K. (2006). Neue Lernformen - neue Lehrkultur - organisationales Lernen in Bildungseinrichtungen, Online verfügbar: http://www.die-bonn.de/esprid/dokumente/doc-2006/dollhausen06_01.pdf.
  • Feld, T. (2007): Volkshochschulen als "lernende Organisationen". Entwicklung eines Anforderungsprofils unter Berücksichtigung theoretischer Ansätze organisationalen Lernens sowie einer inner-organisationalen und einer außerorganisationalen Perspektive. Hamburg: Kovac.
  • Geißler, H. (2000): Organisationspädagogik. Umrisse einer neuen Herausforderung. München: Vahlen.
  • Gieseke, W. (2008): Bedarfsorientierte Angebotsplanung in der Erwachsenenbildung. Bielefeld: W. Bertelsmann Verlag.
  • Göhlich, M. (2005) (Hrsg.): Pädagogische Organisationsforschung. Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss (Organisation und Pädagogik, 3).
  • Göhlich, M./Schröer, A./Weber, S. (Hg.) (2018): Handbuch Organisationspädagogik. Wiesbaden: Springer VS.
  • Kieser, A./Ebers, M. (Hg.) (2006): Organisationstheorien, Stuttgart: Kohlhammer.
  • Kühl, S. (2011): Organisationen: Eine sehr kurze Einführung, Wiesbaden: Springer VS.
  • König, E./Volmer, G. (1999): Systemische Organisationsberatung. Grundlagen und Methoden. 6. Aufl. Weinheim: Dt. Studien-Verl (System und Organisation, 1).
  • Nerdinger, F./Blickle, G./Schaper, N. (2014): Arbeits- und Organisationspsychologie. 3. vollständig überarbeitete Aufl. Berlin: Springer (Springer-Lehrbuch).
  • Preisendörfer, P. (2011): Organisationssoziologie: Wiesbaden: Springer VS.
  • Schiersmann, C./Thiel, H. (2014) Organisationsentwicklung. Wiesbaden: Springer VS.
  • Schreyögg, G. (2008): Organisation. Grundlagen moderner Organisationsgestaltung. 5., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Wiesbaden: Gabler Verlag.
  • Schüßler, I./ Thurnes, C. M. (2005): Lernkulturen in der Weiterbildung. Bielefeld: Bertelsmann (Studientexte für Erwachsenenbildung).
  • Tippelt, R./Hippel, A. von (Hrsg.). (2011): Handbuch Erwachsenenbildung/Weiterbildung. Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwissenschaften.
  • Titscher, S./Meyer, M./Mayrhofer, W. (2008): Organisationsanalysen. Konzepte und Methoden. Wien: facultas.wuv; UTB.

Prüfungszugangsvoraussetzung:

  • Kursabhängig: Begleitende Online-Lernkontrolle (max. 15 Minuten je Lektion, bestanden / nicht bestanden)
  • Kursevaluation

Prüfungsleistung:

Klausur, 90 Min.

Zeitaufwand Studierende (in Std.): 150

Selbststudium (in Std.): 90
Selbstüberprüfung (in Std.): 30
Tutorien (in Std.): 30