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Seminar: Beratungs- und Behandlungskonzepte im Krankenhaus (DLBHPWHIK02)

Kursnummer:

DLBHPWHIK02

Kursname:

Seminar: Beratungs- und Behandlungskonzepte im Krankenhaus

Gesamtstunden:

150 h

ECTS Punkte:

5 ECTS

Kurstyp: Wahlpflicht

Kursangebot: WS, SS

Course Duration: Minimaldauer 1 Semester

Zugangsvoraussetzungen:

Siehe Modulbeschreibung

Kurskoordinator(en) / Dozenten / Lektoren:

Siehe aktuelle Liste der Tutoren im Learning Management System

Bezüge zu anderen Modulen:

Siehe Modulbeschreibung

Beschreibung des Kurses:

Der Berufsalltag im Krankenhaus mit den dazugehörigen Facetten von Beratungs- und Behandlungskonzepten stellt für den Heilpädagogen ein spannendes, aber auch forderndes Berufsfeld dar. Menschen als Patienten, auch bis zu ihrem Tod, zu begleiten, ist eine Herausforderung. Patienten und ihre Angehörigen müssen in belastenden Situationen adäquat aufgefangen werden. Vor allem für den Umgang mit Eltern von erkrankten Kindern kann ein besonderes Beratungsangebot sinnvoll sein.

Diesen Herausforderungen gehen die Studierenden im Rahmen dieses Kurses auf den Grund. Der Kurs hilft dem Heilpädagogen, seine eigene Position im Umfeld Krankenhaus zu finden und sich so zu reflektieren, dass er im Krankenhausalltag eine professionelle Unterstützung für Patienten und Angehörige sein kann.

In der Zusammenarbeit mit dem interdisziplinären Team unterstützt der Heilpädagoge die Arbeit durch seine Beratungs- und Behandlungskonzepte und lernt, diese im Team zu verdeutlichen. Herausfordernden Situationen, auch im Rahmen eines Sterbeprozesses, ist der Student mit dem vermittelten Inhalt dieses Kurses gewachsen, denn er ersetzt seine eigene, zulässige Ohnmacht durch ein zielgerichtetes und heilpädagogisches Handeln, in das er alle Beteiligten einbinden kann.

Kursziele:

Nach erfolgreichem Abschluss des Kurses sind die Studierenden in der Lage,

  • den Berufsalltag im Krankenhaus zu verstehen.
  • die unterschiedlichen Facetten der Arbeit im Krankenhaus einordnen zu können.
  • einen Menschen bis zu seinem Tod begleiten zu können.
  • Angehörige beruflich auffangen zu können.
  • Eltern und Kinder während einer Erkrankung adäquat unterstützen zu können.

Lehrmethoden:

Die Lehrmaterialien enthalten Leitfäden, Video-Präsentationen, (Online-)Tutorien, und Foren. Sie sind so strukturiert, dass Studierende sie in freier Ortswahl und zeitlich unabhängig bearbeiten können.

Inhalte des Kurses:

Der Heilpädagoge im Kontext des Krankenhauses erlebt ein in sich geschlossenes System, welches Menschen für einen bestimmten Zeitpunkt ihres Lebens begleitet. Die Kontrolle über das Geschehen kann der Patient nicht immer behalten. Er muss schwierige Grenzsituationen durchleben. Die heilpädagogische Beratung unterstützt den Patienten auf seinem Weg.

Die Angehörigen fühlen sich häufig hilflos und ausgeliefert. Der Heilpädagoge unterstützt auch sie dabei, ihre Position zu finden, ihrem Handeln Bedeutung zu geben und die Orientierung hinsichtlich eines realistischen Zieles zu erkennen.

Im interdisziplinären Team hat der Heilpädagoge eine wichtige Rolle.

Die Vermittlung des beruflichen Alltags im Krankenhaus, mit den unterschiedlichen Facetten der damit verbundenen Arbeit und die beratende Begleitung der Menschen ist die Aufgabe dieses Kurses. Situationen müssen verstanden werden, so dass Handlungsoptionen abgeleitet werden können. Den Entwicklungsprozessen muss Sinn gegeben werden und sie müssen vom Heilpädagogen als handhabbar erlebt werden, damit dieser langfristig und gesund seinen Arbeitsalltag gestalten kann.

Ein Gleichgewicht zwischen Theorie und Praxis wird für den Studierenden in diesem Kurs immer wieder hergestellt. Er erarbeitet sich selber sein Rüstzeug, um aktiv seinen Arbeitsalltag auszufüllen und dabei auch langfristig motiviert und zufrieden zu bleiben. Die Seminararbeiten können sich unter anderem mit den Sterbephasen nach Elisabeth Kübler-Ross beschäftigen oder einen Blick auf die Facetten des Krankenhausalltages beschreiben.

Literatur:

  • Baierl, M./Frey, K. (2016): Praxishandbuch Traumapädagogik: Lebensfreude, Sicherheit und Geborgenheit für Kinder und Jugendliche. 3. Auflage, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen.
  • Kübler-Ross, E. (2012): Über den Tod und das Leben danach. 40. Auflage, Silberschnur, Güllesheim.
  • Muho, A. (Hrsg.) (2016): Ein Regentropfen kehrt ins Meer zurück: Warum wir uns vor dem Tod nicht fürchten müssen. Berlin Verlag, Berlin.
  • Sedmak, C. (2013): Mensch bleiben im Krankenhaus: Zwischen Alltag und Ausnahmesituation. Styria Premium, Wien/Graz/Klagenfurt.
  • Treier, M./Uhle, T. (2016): Einmaleins des betrieblichen Gesundheitsmanagements: eine Kurzreise in acht Etappen zur gesunden Organisation. Springer Fachmedien, Wiesbaden.

Prüfungszugangsvoraussetzung:

  • Kursabhängig: Begleitende Online-Lernkontrolle (max. 15 Minuten je Lektion, bestanden / nicht bestanden)
  • Kursevaluation

Prüfungsleistung:

Schriftliche Ausarbeitung: Seminararbeit (50%)

Zeitaufwand Studierende (in Std.): 150

Selbststudium (in Std.): 120
Selbstüberprüfung (in Std.): -
Tutorien (in Std.): 30