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Seminar: Beziehungsarbeit in der Rehabilitation (DLBHPWHWR02)

Kursnummer:

DLBHPWHWR02

Kursname:

Seminar: Beziehungsarbeit in der Rehabilitation

Gesamtstunden:

150 h

ECTS Punkte:

5 ECTS

Kurstyp: Pflicht

Kursangebot: WS, SS

Course Duration: Minimaldauer 1 Semester

Zugangsvoraussetzungen:

Siehe Modulbeschreibung

Kurskoordinator(en) / Dozenten / Lektoren:

Siehe aktuelle Liste der Tutoren im Learning Management System

Bezüge zu anderen Modulen:

Siehe Modulbeschreibung

Beschreibung des Kurses:

Beschreibung des Kurses:

Mensch mit psychischen Erkrankungen in der Rehabilitation zu begleiten, erfordert den Aufbau einer tragfähigen Arbeitsbeziehung zwischen Heilpädagoge und Klient. Diese Etablierung guter Beziehungen gestaltet sich jedoch bei verschiedenen Störungsbildern besonders problematisch. Dies betrifft auch die Arbeit mit Angehörigen.

Durch die heilpädagogischen Behandlungskonzepte erhalten Klient wie Angehörige Handlungsoptionen und Stärkung. Diese heilpädagogische Stärkung wiederrum kann z.B. das Verantwortungsgefühl eines devianten oder straffälligen Jugendlichen untermauern und ihn bei der Reintegration in die Gesellschaft und Rückfallprophylaxe begleiten. Gerade der junge und noch nicht lange im Beruf stehende Heilpädagoge wird oft von diesen Aufgaben stark gefordert und z. T. überfordert, so dass die Gefahr eines Burnouts besteht, dem aktiv entgegengewirkt werden soll.

Um selbst Fortschritte der heilpädagogischen Intervention evaluieren zu können, werden dem Studierenden Methodenkompetenzen vermittelt. Auf dieser Basis kann der Verlauf der Intervention kontrolliert und gegebenenfalls angepasst werden.

Kursziele:

Nach erfolgreichem Abschluss des Kurses sind die Studierenden in der Lage,

  • Psychische und psychosomatische Erkrankungen zu verstehen und die Sozialpsychiatrie mit heilpädagogischen Behandlungskonzepten zu begreifen.
  • die Übergänge zur forensischen Psychiatrie zu verstehen sowie deviantem und straffälligem Verhalten entgegenzuwirken.
  • die heilpädagogische Beziehungsarbeit auf die Angehörigen auszuweiten, um ihnen Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
  • Ideen zur Unterstützung für den Beziehungsaufbau mit schwierigen Klienten zu entwickeln und umzusetzen

Lehrmethoden:

Die Lehrmaterialien enthalten Leitfäden, Video-Präsentationen, (Online-)Tutorien, und Foren. Sie sind so strukturiert, dass Studierende sie in freier Ortswahl und zeitlich unabhängig bearbeiten können.

Inhalte des Kurses:

Psychische erkrankte Menschen haben viele Gesichter, für die heilpädagogische Arbeit zu begreifen und zu akzeptieren gilt. Die heilpädagogischen Behandlungskonzepte stellen eine Möglichkeit dar, alternative Wege aufzuzeigen. Die dabei geforderte Beziehungsarbeit betrifft neben dem Klienten auch sein soziales Umfeld. Heilpädagogen sind in der Lage, diese Beziehungen für sich sowie innerhalb ihres Teams zu verarbeiten und sich außerhalb ihres beruflichen Umfeldes davon abzugrenzen.

Die Vermittlung und selbstständige Erarbeitung des Rüstzeugs, um in der Praxis ein Gleichgewicht zwischen dem persönlichen Agieren und der Metaebene herzustellen, ist die Aufgabe dieses Kurses. Studierende verstehen das Erleben von Menschen mit psychischen Erkrankungen, auch von straffällig gewordenen Menschen, und sind in der Lage, zum Klienten eine vertrauensvolle Beziehung aufzubauen. So lassen Klienten sich anleiten, gemeinsam an ihrer Rehabilitation, mehr Lebensqualität und Reintegration im Arbeitsprozess zu arbeiten.

Die Seminararbeiten können sich unter anderem mit dem Konzept einer gelingenden Behandlungsstrategie für Borderline Erkrankte, den Besonderheiten im Umgang mit besonderen emotionalen Herausforderungen im Berufsalltag der forensischen Psychiatrie sowie den Gestaltungsmöglichkeiten im Rahmen einer adäquaten Förderung von devianten Jugendlichen auseinandersetzen.

 

Literatur:

  • Cassier-Woidasky, A.-K./Nahrwold, J./Glahn, J. (Hrsg.) (2014): Pflege von Patienten mit Schlaganfall: Von der Stroke Unit bis zur Rehabilitation. Kohlhammer, Stuttgart.
  • Clausen, J./Eichenbrenner, I. (2016): Soziale Psychiatrie: Grundlagen, Zielgruppen, Hilfeformen. 2. Auflage, Kohlhammer, Stuttgart.
  • Daßler, H./Gromann, P. (2018): Junge Menschen in der Gemeindepsychiatrie: Übergänge aus Forensik, Jugendstrafvollzug und Wohnungslosigkeit (Fuldaer Schriften zur Gemeindepsychiatrie). Psychiatrie Verlag, Köln.
  • Häußner, R. M. (2016): Elternberatung im heilpädagogisch-inklusiven Kontext. BHP, Berlin.
  • Römer, S. (Hrsg.) (2017): Diagnostik als Beziehungsgestaltung: Beziehungen eingehen, reflektieren und gestalten – Diagnostik in Dialog und Kooperation. 2. Auflage, Frank & Timme, Berlin.
  • Schöny, W. (2017): Sozialpsychiatrie – theoretische Grundlage und praktische Einblicke. Springer, Wiesbaden.

Prüfungszugangsvoraussetzung:

  • Kursabhängig: Begleitende Online-Lernkontrolle (max. 15 Minuten je Lektion, bestanden / nicht bestanden)
  • Kursevaluation

Prüfungsleistung:

Schriftliche Ausarbeitung: Seminararbeit

Zeitaufwand Studierende (in Std.): 150

Selbststudium (in Std.): 120
Selbstüberprüfung (in Std.): -
Tutorien (in Std.): 30