MENUMENU
MENUMENU

Seminar: Heilpädagogische Interventionen für Kinder und Jugendliche (DLBHPWHAKJ02)

Kursnummer:

DLBHPWHAKJ02

Kursname:

Seminar: Heilpädagogische Interventionen für Kinder und Jugendliche

Gesamtstunden:

150 h

ECTS Punkte:

5 ECTS

Kurstyp: Wahlpflicht

Kursangebot: WS, SS

Course Duration: Minimaldauer 1 Semester

Zugangsvoraussetzungen:

Siehe Modulbeschreibung

Kurskoordinator(en) / Dozenten / Lektoren:

Siehe aktuelle Liste der Tutoren im Learning Management System

Bezüge zu anderen Modulen:

Siehe Modulbeschreibung

Beschreibung des Kurses:

Gerade die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist für Studierende der Heilpädagogik meist ein Berufsfeld von hohem Interesse. Hierbei spielt der Aufbau einer tragfähigen Beziehung zum Kind oder Jugendlichen als Klient eine entscheidende Rolle. Dabei bringt der Heilpädagoge seine eigene Bindungsgeschichte ebenso ein wie der Klient. Auf dieser Basis einer gelingenden Beziehung lernen die Studierenden verschiedene Interventionen bei externalisierenden und internalisierenden Störungen, frühkindlichen Regulationsstörungen oder tiefgreifenden Entwicklungsstörungen wie der Autismus Spektrum Störung kennen. Auch die Frühförderung, inklusive der Begleitung von Müttern mit Risiko-Faktoren in der Schwangerschaft (STEEP), die bindungsgeleiteten Interventionen in der Schule und stationären Kinder- und Jugendhilfe stellen Themen dar, welche in einzelnen Aspekten eine gute Möglichkeit für die Ausarbeitung im Rahmen einer Seminararbeit bieten.

Methodenkompetenzen des Heilpädagogen werden im Rahmen dieses Kurses hervorgehoben und gewürdigt. Eine persönliche Weiterentwicklung des Heilpädagogen durch Reflexion seiner eigenen Bindungsgeschichte wird begrüßt und gefördert.

So wird es dem Heilpädagogen gelingen, sich in der Arbeit mit seinen Klienten zurückzunehmen und dem jeweiligen Kind oder dem Jugendlichen, mit dem er gezielte Zeit im Rahmen seines Arbeitsauftrages verbringen kann, in den Mittelpunkt zu stellen, ohne sich selber dabei zu erschöpfen.

Kursziele:

Nach erfolgreichem Abschluss des Kurses sind die Studierenden in der Lage,

  • die Relevanz von Bindungsbeziehungen und der heilpädagogischen Beziehung zu verorten.
  • verschiedene Interventionen unter Berücksichtigung neurobiologischer und entwicklungspsychologischer Aspekte im Sinne des Klienten einzusetzen.
  • Kinder und Jugendliche mit verschiedenen Störungsbildern in ihrer Selbstreflexion zu fördern

Lehrmethoden:

Die Lehrmaterialien enthalten Leitfäden, Video-Präsentationen, (Online-)Tutorien, und Foren. Sie sind so strukturiert, dass Studierende sie in freier Ortswahl und zeitlich unabhängig bearbeiten können.

Inhalte des Kurses:

Wer nicht weiß, wer er selber ist, kann sein Gegenüber nicht verstehen. Deshalb muss ein Heilpädagoge sich selbst, seinen Klienten und sein soziales Umfeld sowie das interdisziplinäre Team wahrnehmen und einordnen können, insbesondere hinsichtlich der eigenen Entwicklungsgeschichte und der seines Klienten. So vertieft sich die Fähigkeit Förderkonzepte zu entwickeln, die sowohl individuell als auch konzeptionell greifen.

Die Studierenden erhalten das notwendige Wissen um Interventionen für Kinder und Jugendliche mit externalisierenden und internalisierenden Störungen, oder tiefgreifenden Entwicklungsstörungen zu begleiten. Sie werden befähigt, sich bindungsgeleitet in die Arbeit in der stationären Kinder- und Jugendhilfe einzubringen oder, im Rahmen der Frühförderung, Eltern im Bindungsaufbau zu unterstützen.

Die erarbeiteten Seminararbeiten können sich unter anderem mit dem Frühförderprogramm STEEP unter Berücksichtigung der Bindungsgeschichte des jeweiligen Heilpädagogen beschäftigen, oder mit gelingenden Interventionsstrategien bei Kindern mit Schulängsten oder Mutismus.

Literatur:

  • Gründer, R. (2015): Praxis und Methoden der Heimerziehung: Entwicklungen, Veränderungen und Perspektiven der stationären Erziehungshilfe. 5. Auflage, Lambertus, Freiburg im Breisgau.
  • Jungmann, T. & Reichenbach, C. (2016): Bindungstheorie und pädagogisches Handeln. Borgmann, Dortmund.
  • Kissgen, R./Heinen, N. (Hrsg) (2010): Frühe Risiken und Frühe Hilfen: Grundlagen, Diagnostik, Prävention. Klett-Cotta, Stuttgart.
  • Petermann, F./Koglin, U. (2013): Aggression und Gewalt von Kindern und Jugendlichen. Hintergründe und Praxis. Springer, Berlin.
  • Suess, G./Pfeifer, W. (1999): Frühe Hilfen. Die Anwendung von Bindung-und Kleinkindforschung in Erziehung, Beratung, Therapie und Vorbeugung. Psychozozial-Verlag, Gießen.
  • Thurmair, M./Naggl, M. (2007). Praxis der Frühförderung: Einführung in ein interdisziplinäres Arbeitsfeld. UTB, Stuttgart

Prüfungszugangsvoraussetzung:

  • Kursabhängig: Begleitende Online-Lernkontrolle (max. 15 Minuten je Lektion, bestanden / nicht bestanden)
  • Kursevaluation

Prüfungsleistung:

Schriftliche Ausarbeitung: Seminararbeit

Zeitaufwand Studierende (in Std.): 150

Selbststudium (in Std.): 120
Selbstüberprüfung (in Std.): -
Tutorien (in Std.): 30