MENUMENU
MENUMENU
28. März 2019, 09:10 UHR |

Generationen Y und Z im Urlaub

30 Prozent der Bevölkerung in Deutschland ist unter 40 Jahre alt – damit bilden die Generationen Y und Z eine bedeutende Zielgruppe für die Tourismusbranche. Doch wünschen sie individuelle Abenteuer, nachhaltigen Urlaub oder doch lieber Pauschalreisen am Strand?

Die Urlaubswünsche junger Menschen können sich stark unterscheiden – das zeigt die aktuelle Studie der  IUBH Internationalen Hochschule, die in Zusammenarbeit mit dem Reiseveranstalter TUI über 2.000 Personen der Generationen Y und Z zu ihren Vorlieben bei der Urlaubswahl befragt hat. Das Ergebnis zeigt: Reiseanbieter müssen Angebot und Vermarktung anpassen, um junge Reisende überzeugen zu können.

Informationsbeschaffung zur Urlaubsplanung differiert zwischen den Generationen

Bevor die Koffer gepackt werden, gilt es das Urlaubsziel auszusuchen und die Reise zu planen. Dabei scheint die jüngere Generation eindeutig traditioneller als die ältere vorzugehen:  Zwar buchen alle Befragten ihre Reisen weitestgehend online, Reiseveranstalter und -büros besitzen bei Generation Z jedoch mehr Potenzial als bei Generation Y. Pauschalreisen finden sie attraktiver, während die ältere Generation vor allem auf Individualität und Produktanpassung achtet und gern Last Minute-Kurzreisen bucht. Ein weiterer Unterschied: Während Generation Y häufiger auf Empfehlungen von Freunden und Bekannten hört, trifft Generation Z Reiseentscheidungen eher basierend auf Fotos und Videos, z.B. über soziale Netzwerke.

Beide Generationen sind digital und nachhaltig – unterscheiden sich aber in Details

Die Generationen Y und Z gelten als "Digital Natives", sind also beide mit Internet und sozialen Netzwerken aufgewachsen. Beide Generationen wünschen sich Authentizität, sind umweltbewusst (obwohl dieser Punkt bei Generation Z noch ausgeprägter ist) und achten sehr auf ihre Gesundheit. Im Urlaub angekommen überwiegen die Gemeinsamkeiten: Klar, im Urlaub möchte der Gast freundlich und zuvorkommend behandelt werden. Daher ist es kein Wunder, dass 17 Prozent aller Befragten guten Service als besonders wichtig hervorheben. Servicequalität hat jedoch bei den 14- bis 19-Jährigen mit 16 Prozent eine überdurchschnittlich hohe Relevanz, während die 30- bis 39-Jährigen mehr Wert auf Aufmerksamkeit und Kinderfreundlichkeit legen.

Was die Generation Y und Z von den anderen Reisenden unterscheidet

Luxus ist für beide Generationen nicht durch den Aufenthalt in einem 5-Sterne-Hotel definiert, sondern vielmehr durch die Ausgefallenheit der Reise. Kulinarischer Genuss ist durch gesunde und frische Lebensmittel charakterisiert. Umweltbewusstsein, speziell die Vermeidung von Plastik, gilt als Muss-Kriterium für eine gelungene Hotelauswahl. Ferner stellt die Flexibilität in den Hotels für beide Generationen eine wichtige Komponente dar. Flexible Essenszeiten und eine anpassungsfähige Programmgestaltung sind dabei unabdingbar im Urlaub.

Fazit: Worauf Reiseanbieter bei diesen Zielgruppen achten müssen

Der Vergleich der Gruppen zeigt, dass junge Reisende zwar ähnliche Vorlieben haben, sich aber in Details durchaus unterscheiden können. Die Bedürfnisse der 14- bis 19-Jährigen ähneln eher denen der 30- bis 39-Jährigen – das liegt wahrscheinlich daran, dass es sich hierbei um Kinder handelt, die mit ihren Eltern verreist sind. Die ältere Altersgruppe beschwert sich häufiger über Wartezeiten oder Überfüllungen und achtet mehr auf Familienbedürfnisse.

Reiseveranstalter sollten zur Vermarktung eigene Submarken für beide Generationen anbieten, da die klassischen Reiseveranstalter  nicht beliebt sind. Vor allem Generation Y steht Pauschalreisen sehr kritisch gegenüber. Wichtige Aspekte, die Reiseveranstalter bei beiden Generationen berücksichtigen sollten: Die zentrale Lage zum Strand und zur Stadt, eine gesunde, vegane und vegetarische Küche in den Hotels sowie Unterkünfte, die umweltbewusst sind und Lebensmittel wertschätzen. Bei den 14- bis 29-Jährigen sollten Fitnessstudios dem deutschen Standard entsprechen, da der Zustand des Fitnessraums von Generation Z oft bemängelt wurde.

"Preisführerschaft einerseits in der strategischen Ausrichtung bestätigt – wir haben aber auch interessante Anregungen zum Ausbau unseres Angebots, wie die Aufnahme neuer Abflughäfen und Trend-Flugzielen, erhalten", zeigte sich Seehuber erfreut.

|