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Wissenswertes rund ums Studium

Die optimale Lernumgebung für das Studium finden

Die optimale Lernumgebung wird durch vielerlei Faktoren geprägt. Obgleich einige Bedingungen von der jeweiligen Umgebung vorgegeben werden, gibt es auch solche, auf deren Gestaltung Du aktiven Einfluss nehmen kannst. Wir verraten Dir, welche Anforderungen Du an Deine Lernumgebung stellen solltest und wie es Dir gelingt, diese für ein effektives Lernen zu gestalten.

Anforderungen an die optimale Lernumgebung

Die folgenden Aspekte beeinflussen Deine Lernumgebung und somit auch Deinen Lernerfolg:

Schreibtisch und Stuhl

Zum Lernen sollte Dir sowohl ein ausreichend großer Arbeitstisch, als auch eine für Deine Körpergröße angemessene Sitzmöglichkeit zur Verfügung stehen. Bei der Größe des Tisches ist nicht nur die Breite, sondern auch die Tiefe entscheidend für ein angenehmes Lernen. Ein Schreibtisch mit einer Breite von 160cm und einer Tiefe von mindestens 80cm bietet Dir genügend Ablagefläche für Deine Arbeitsmaterialien. Das macht sich insbesondere beim Lernen mit mehreren großen Büchern und Ordnern bemerkbar.

Der Stuhl hat im besten Fall eine verstellbare Rückenlehne, sodass Dein Rücken bei längerem Sitzen entlastet wird. Eine Höhenverstellbarkeitsfunktion ermöglicht Dir außerdem die Einstellung der für Deine Körpergröße optimalen Sitzhöhe. Achte bei der Wahl Deiner Sitzhöhe darauf, dass Deine Füße gerade auf dem Boden stehen und Deine Waden und Oberschenkel einen 90 Grad Winkel bilden. Viele Bürostühle besitzen außerdem eine sogenannte Wippmechanik. Hiermit lässt sich die Neigung der Rückenlehne in verschiedenen Stufen oder auch fließend einstellen. Indem Du die Neigung der Rückenlehne variierst und längeres Sitzen in derselben Position vermeidest, tust Du Deinem Rücken etwas Gutes.

Beleuchtung am Arbeitsplatz

Deine optimale Lernumgebung stellt Dir außerdem genügend Sonnenlicht bereit, damit Du beim Lernen nicht so schnell ermüdest. Auch die Positionierung zum Sonnenlicht spielt eine wichtige Rolle. Der Arbeitstisch sollte niemals in Blickrichtung des Fensters aufgestellt, sondern immer seitlich zum Fenster positioniert werden. Andernfalls lockt der Blick aus dem Fenster und der direkte Lichteinfall blendet Dich, wodurch ein effektives Lernen mit der Zeit schwerfällt. Von großem Nutzen sind am Arbeitsplatz installierte Jalousien, mit denen Du den Lichteinfall regeln kannst.

Darüber hinaus sollte Deine optimale Lernumgebung genügend elektronische Beleuchtung bereithalten. So kannst Du auch nach Sonnenuntergang konzentriert weiterlernen. Eine untergeordnete, jedoch nicht zu vernachlässigende Bedeutung, spielt dabei auch die Farbe der Beleuchtung. Leuchtmittel mit hohem Blauanteil steigern Deine Konzentration, wohingegen Leuchtmittel mit hohem Gelbanteil ermüdend wirken und zum Entspannen verleiten.

Regelmäßige und richtige Belüftung

Mindestens genauso wichtig wie die richtige Beleuchtung ist die Qualität der Belüftung. Deine optimale Lernumgebung sollte jederzeit ausreichend Frischluft bereithalten. Kurze aber kräftige Stoßlüftungen sind eine gute Möglichkeit, um eine Luftzirkulation anzuregen. Vermeide ein dauerhaft angekipptes Fenster. Der Sauerstoffaustausch ist bei gekipptem Fenster nicht effektiv und die andauernden Außengeräusche lenken Dich vom Lernen ab.

Ruhe für mehr Konzentration

Damit Du Dich während des Lernens konzentrieren kannst und nicht aus dem Takt kommst, ist es außerdem sehr wichtig, dass Deine Lernumgebung genügend Ruhe zulässt. Störende Ablenkungen solltest Du tunlichst aus Deinem Umfeld entfernen. Dazu gehören nicht nur das Smartphone und der Fernseher, sondern auch externe und zum Teil nur schwer zu beeinflussende Störfaktoren wie etwa der laute Mitbewohner oder ein gitarrespielender Nachbar.

Während Du Dein Smartphone und Deinen Fernseher ohne Mühe ausstellen kannst, musst Du bei Deinem Mitbewohnern und Nachbarn zunächst Verständnis schaffen und auf deren Einsichtigkeit hoffen. Stößt Du hingegen auf taube Ohren, bleibt Dir meist nichts anderes übrig, als nach den Ohrstöpseln oder Kopfhörern zu greifen. Alternativ könntest Du störende Geräuschkulissen mit eigener Musik übertönen. In einigen Fällen kann Musik eine anregende Wirkung für den Lernprozess entfalten. Achte jedoch darauf, dass die Musik nicht zu laut gestellt ist und Du instrumentale Musik hörst. Musik mit Gesang lenkt Dich schneller vom Lernen ab und wirkt daher eher kontraproduktiv.

In den eigenen vier Wänden lernen

Du lernst lieber im trauten Heim statt in der nächsten Bibliothek? Von Vorteil ist das vor allem dann, wenn Du beim Lernen sehr viele Materialien benötigst, die Du nur umständlich und ungern transportieren willst. Nachteilig ist jedoch das hohe Risiko, dass Du alles tust, nur eben nicht lernst.

Bewusste Trennung von Freizeit- und Arbeitsbereich

Um Ablenkungen vorzubeugen, lohnt es sich, den Wohnraum thematisch einzuteilen. Ordne Deine Möbel nach Möglichkeit so an, dass Freizeit- und Arbeitsbereich klar getrennt sind. Dein Fernseher hat beispielsweise nichts in der Nähe Deines Schreibtischs verloren. Auch Dein Bett sollte möglichst weit von Deinem Arbeitsbereich entfernt sein. Das hilft Dir bei der konsequenten Verfolgung Deiner Lernziele, da Du Dich bereits unterbewusst auf das Lernen einstellst. Durch die Trennung von Wohn- und Arbeitsbereich wird nicht nur Dein Lernen effektiver, es fällt Dir nach dem Lernen auch leichter, Dich zu entspannen.

Ablenkungen einschränken

Selbst bei einer strikten Raumteilung fällt es oft schwer, jegliche Art der Ablenkung zu unterbinden. Ob Smartphone, Smart-TV oder Social-Media-Plattformen … Sie alle bieten beste Unterhaltung und sind heutzutage nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Sie verleiten Dich jedoch Deinen Lernprozess zu unterbrechen und weiter aufzuschieben. Einblendungen und aufflackernde Meldungen brechen Deine Konzentration und lenken dadurch enorm ab.

Benötigst Du einen Computer zum Lernen, Schreiben und Recherchieren? Dann achte darauf, Dich nicht selbst durch das Surfen auf Social-Media-Plattformen am Lernen zu hindern. Leichter gesagt als getan? Probiere doch einmal Sperr-Plugins wie StayFocusd aus. Mit solchen Browser-Erweiterungen kannst Du den Zugriff auf bestimmte Internetseiten für einen festgelegten Zeitraum sperren. Solche Erweiterungen helfen Dir die Selbstkontrolle zu bewahren und den Ablenkungen des Internets zu trotzen. Deaktiviere vor dem Lernen alle Benachrichtigungen von E-Mails oder Chats und schalte den Ton des Rechners aus.

Sei auch konsequent was Deine Smartphone-Nutzung betrifft und aktiviere bei Deiner nächsten Lerneinheit den Flugmodus oder schalte Dein Handy einfach aus. Du musst ja schließlich auch nicht jederzeit und überall erreichbar sein. Falls Du in Notfällen dennoch erreichbar sein möchtest, helfen Dir bestimmte Sperr-Apps Dein Nutzungsverhalten von unwichtigen Anwendungen einzuschränken. Eine dieser Apps stellen wir Dir in unserem Artikel zum App-basierten Zeitmanagement vor.

Lernrituale schaffen

Falls Du Schwierigkeiten damit haben solltest, die nötige Motivation für das Lernen aufzubringen, dann sind selbstgeschaffene Rituale das Mittel Deiner Wahl. Wiederkehrende Handlungen helfen Dir dabei, Dich besser auf das Lernen einzustimmen oder nach dem Lernen schneller abschalten zu können. Dein Ritual kannst Du ganz individuell festlegen. Die Rituale sind für jeden individuell und können in ihrer Wirksamkeit variieren. Beliebte Morgenrituale, um voller Kraft in den Tag zu starten, sind die heisse Dusche, die Tageszeitung oder das Lieblingslied.

Lege Dich selbst auf eine Aktivität fest, die Du vor Lernbeginn verfolgen möchtest. So gelingt es Dir, Dich besser auf das Lernen einzustimmen. Auch Deine Pausen kannst Du mit gewissen Aktivitäten füllen, die Dir neue Kraft verschaffen. Brühe Dir einen heissen Kaffee auf oder schnapp ein wenig frische Luft beim Spaziergang um die Häuser.

In jeder Pause eine Folge Deiner Lieblingsserie zu schauen ist jedoch ein ungeeignetes Ritual. Die Folgen enden meist mit spannenden Szenen, die Dich zum Schauen weiterer Folgen verleiten.

Bereits solche kleinen Rituale, mögen sie auch noch so banal erscheinen, leisten einen wichtigen Beitrag zu Deinem Lernerfolg, indem sie Dir neue Motivation geben und eine unterstützende Lernumgebung schaffen.

Arbeitsmaterialien bereithalten

Du solltest außerdem darauf achten, dass sich vor Lernbeginn alle nötigen Unterlagen und Arbeitsmaterialien auf Deinem Schreibtisch oder in griffbereiter Nähe befinden. Das Suchen während des Lernens verleitet Dich zum Aufschub und kann Deinen Lernprozess ungemein stören.

Saubere Umgebung für konzentriertes Lernen

In einer sauberen und geordneten Umgebung lässt es sich besser lernen. Sie schafft eine beruhigende Stimmung und hilft Dir dabei beim Lernen klare Gedanken zu fassen. Trotz alledem neigen einige Studierende gerne zur Übertreibung, was den Wohnungsputz während der Lernphase angeht. Eine bekannte Studierenden-Weisheit besagt: „Zu keiner Zeit ist die Studierenden-WG so sauber, wie in der Prüfungszeit.“ Demnach wird der Wohnungsputz gerade in Studierendenkreisen gerne dazu benutzt, um das eigene Lernen weiter aufzuschieben. Das Zauberwort heißt hier «Prokrastination». Es beschreibt die Erledigung eigentlich unwichtiger Dinge zum Zwecke des Aufschiebens unliebsamer Dinge.

Achte also darauf, dass Deine Wohnung in einem ordentlichen Zustand ist, bevor Du mit dem Lernen beginnst. Den prokrastinierenden Putzteufel musst Du jedoch im Zaum halten.

Student schaut während dem Lernen auf sein Smartphone

Junger Mann wäscht Geschirr ab