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Wissenswertes rund ums Studium - IUBH Fernstudium

Wissenswertes rund ums Studium

(Wieder)Einstieg ins Berufsleben mit Kind

Der Berufseinstieg ist für Absolventen ein großer Schritt. Sie müssen sich gegen andere durchsetzen und ihre eigenen Qualifikationen in den Vordergrund stellen. Jungen Eltern wird der Einstieg in das Berufsleben häufig noch schwerer gemacht. Aus diesem Grund findest Du hier einige Tipps, wie Du den Berufseinstieg nach dem Studium mit Kind oder der Elternzeit leichter meisterst.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Die Angabe Deines Kindes in der Bewerbung ist immer freiwillig und je nach Familienfreundlichkeit des Unternehmens optional.
  • Fragen zur Familienplanung müssen im Vorstellungsgespräch nicht beantwortet werden.
  • Nach der Elternzeit erhöht eine Weiterbildung Deine Chancen auf einen Job.

Vor der Jobsuche

Je nachdem wie alt Dein Kind ist, solltest Du Dich vor der Jobsuche um eine geeignete Betreuungsmöglichkeit kümmern. So hast Du mehr Zeit und Kraft für die Arbeitssuche. Zudem ist es vorteilhaft für das Vorstellungsgespräch, wenn die Betreuung Deines Kindes gewährleistet ist.

Für Kinder ab einem Jahr haben Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz. Dafür solltest Du dich früh genug in den Kindertagesstätten Deiner Region über freie Plätze informieren. Im Zweifelsfall kannst Du Dich dort auch auf eine Warteliste setzen lassen.

Außerdem kannst Du Dich bei Fragen zu den Kinderbetreuungsmöglichkeiten an das zuständige Jugendamt wenden. Eine weitere Möglichkeit ist, zusammen mit anderen Müttern eine Betreuerin für Eure Kinder zu finanzieren. Eine Tagesmutter wird unter anderem vom Jugendamt vermittelt.

Kinder in der Bewerbung

Die wichtigste Frage, die sich beim Erstellen einer Bewerbung für junge Eltern stellt, ist: Soll ich mein Kind erwähnen oder nicht? Die Antwort auf diese Frage musst Du immer individuell beantworten. Grundsätzlich ist die Angabe des Kindes freiwillig.

Im Lebenslauf ist generell nur der berufliche Werdegang relevant. Der Familienstand und Kinder sind dagegen private Informationen. Daher musst Du sie nicht zwingend in Deiner Bewerbung erwähnen. Nur wenn die Angabe von Kindern stellenrelevant ist oder ausdrücklich in der Stellenbeschreibung gefordert wird, solltest Du sie in Deine Bewerbung aufnehmen.

Eine weitere Orientierungshilfe ist die Familienfreundlichkeit des Unternehmens. Informiere Dich im Vorfeld beispielsweise auf der Website des Unternehmens, wie Dein potentieller Arbeitgeber zu Beruf und Familie steht. Danach kannst Du entscheiden, ob Du Kinder in der Bewerbung angibst oder nicht.

Dos und Don’ts im Vorstellungsgespräch

Auch im Vorstellungsgespräch können Kinder ein heikles Thema sein. Arbeitgeber gehen häufig davon aus, dass Personen mit Kind öfter fehlen oder weniger flexibel sind. Der Berufseinstieg mit Kind fällt vielen dadurch schwer.

Grundsätzlich solltest Du Deine Kinder spätestens im Vorstellungsgespräch erwähnen. Das schafft klare Verhältnisse und vermeidet Missverständnisse. Besonders wenn Dein potentieller Arbeitgeber nach Kindern fragt, solltest Du wahrheitsgemäß antworten. Bei falschen Angaben kann Dir sonst eine fristlose Kündigung drohen, sobald Dein Chef davon erfährt. In der Probezeit kann dieser das Beschäftigungsverhältnis innerhalb von zwei Wochen ohne Angabe von Gründen beenden.

Das Erwähnen der eigenen Kinder kann Dir im Vorstellungsgespräch auch Vorteile verschaffen. Versuche Deinem potentiellen Arbeitgeber deutlich zu machen, dass Du durch Deine Erfahrungen als Elternteil gut mit Belastungen umgehen und Kind und Beruf vereinen kannst. So kann beispielsweise die gleichzeitige Bewältigung von Kindererziehung und Haushalt Dein Organisationstalent unterstreichen. Fragen nach Schwangerschaft oder Familienplanung sind laut dem Allgemeinen Gleichstellungsgesetz in einem Bewerbungsgespräch hingegen nicht erlaubt. Sie sind nicht relevant für den potentiellen Job und können entweder nicht oder auch falsch beantwortet werden.

Berufseinstieg nach Elternzeit

Der Wiedereinstieg in den Beruf nach der Elternzeit kann je nach Dauer der Unterbrechung unterschiedlich schwer sein. Manche Personen kehren an den alten Arbeitsplatz zurück. Andere suchen sich hingegen eine neue Stelle.

Bewerbung um einen neuen Job

Für die Jobsuche solltest Du Dich optimal vorbereiten. Überprüfe zunächst, ob Deine Qualifikationen noch den aktuellen Anforderungen entsprechen. Eine Weiterbildung über einen Fernlehrgang oder ein Fernstudium kommen bei einer neuen Bewerbung nach Elternzeit meist positiv an. Damit verbessern sich Deine Chancen, schnell eine neue Stelle zu finden.

Für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind Teilzeitstellen sehr begehrt. Aus diesem Grund ist es meist schwer, solch eine Stelle zu finden. Die Online-Jobbörse www.jobsfuermama.de ist speziell auf die Vermittlung von Teilzeit- und Home Office-Jobs für Mütter und Väter nach der Elternzeit ausgerichtet. Dort findest Du Jobs, die Deinen Fähigkeiten und Qualifikationen entsprechen. Zudem solltest Du Dich bei Personen aus Deinem sozialen Umfeld umhören. Auch so erfährst Du möglicherweise von einer Teilzeitstelle, die für Dich geeignet ist. Eine weitere Möglichkeit einen Job zu finden, sind soziale Netzwerke im Internet. Beispielsweise werden in regionalen Facebook-Gruppen häufig interessante Jobangebote veröffentlicht.

Zurück in den alten Job – Rechte für junge Eltern

Eltern haben die Möglichkeit, bis zu drei Jahre in Elternzeit zu gehen. In dieser Zeit gewährleistet der Staat sowohl einen Kündigungsschutz als auch eine Arbeitsplatzgarantie. Der Arbeitsvertrag ist weiterhin gültig. Auch nach der Rückkehr aus der Elternzeit hast Du bestimmte Rechte. Dein Arbeitgeber muss Dir entweder den alten oder zumindest einen gleichwertigen Arbeitsplatz zur Verfügung stellen, denn Du hast das Recht auf Weiterbeschäftigung zu den gleichen Bedingungen.

Weiterhin hast Du während der Elternzeit Anspruch auf eine Teilzeitstelle. Dafür solltest Du bereits länger als sechs Monate angestellt sein und den Wunsch nach Teilzeit spätestens drei Monate vor Ablauf der Elternzeit anmelden. Nur wenn Dein Arbeitgeber weniger als 15 Personen beschäftigt oder dem Anspruch auf Teilzeit dringende betriebliche Gründe entgegensetzen kann, entfällt Dein Recht auf Teilzeit. Das kann zum Beispiel eintreten, wenn kein Beschäftigungsbedarf im Unternehmen vorliegt.

Initiativen zur Unterstützung beim Berufseinstieg

Jungen Eltern gelingt der Berufseinstieg häufig nicht reibungslos. Viele bewerben sich zum ersten Mal auf eine Stelle oder mussten schon lange keine Bewerbung mehr schreiben. Daher gibt es verschiedene Vereine und Initiativen, die junge Eltern beim Berufseinstieg unterstützen.

Netzwerk Lebensperspektiven e.V.

Das Netzwerk Lebensperspektiven e.V. unterstützt den Wiedereinstieg von Frauen in spezifischen Lebenslagen. Alleinerziehende, Migrantinnen, Frauen mit Behinderung und auch Hochqualifizierte werden von dem Verein rund um Berufs- und Karriereplanung beraten. Dabei werden gemeinsam mit Dir individuelle Strategien erarbeitet, wie Du den Start in den Beruf am besten meisterst. Du erhältst Hilfe beim Erstellen von Bewerbungen und wirst für Vorstellungsgespräche gecoacht. Auch während der Elternzeit kann Dich der Verein begleiten. Zusätzlich kannst Du Dich in dem Verein mit anderen austauschen und Erfahrungen weitergeben.

ArbeiterKind

Die Initiative ArbeiterKind unterstützt Absolventen mit Hilfe eines Mentoring-Programms sowohl im Studium als auch beim Berufseinstieg. Dabei erhältst Du Tipps von einem erfahrenen berufstätigen Mentor. In Workshops lernst Du, wie Du am besten an den Berufseinstieg herangehst und Deine Stärken präsentierst. Zudem lernst Du, Dir ein Netzwerk aufzubauen. Durch diese Kontakte kann sich dann möglicherweise ein Jobangebot entwickeln. Auch beim Wiedereinstieg in den Beruf steht die Initiative bereit. Für die Teilnahme an solch einem Mentoring-Programm kannst Du Dich ganz einfach online anmelden.

Fazit

Der Berufseinstieg mit Kind kann sich häufig schwierig gestalten. Arbeitgeber schrecken vor den Einschränkungen, die die Vereinigung von Familie und Beruf mit sich bringen kann, zurück. Trotzdem solltest Du Deinem Arbeitgeber gegenüber ehrlich in Bezug auf Deine Kinder sein. In manchen Fällen bringt Dir das sogar Vorteile. Weiterhin kann sich beispielsweise eine Weiterbildung durch ein Fernstudium positiv auf die Jobsuche auswirken. Eltern, die den Wiedereinstieg nach Elternzeit wagen, haben zudem besondere Rechte. So muss Dir Dein alter oder ein gleichwertiger Arbeitsplatz gewährleistet werden.

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