Study Coach Tipp Zeit und Planung

Tipp #1

#1: Zeitdiebe aus dem Weg räumen

Szenario

Du freust Dich schon riesig auf Deine nächste Lernsession, aber Dir kommt immer etwas dazwischen. Du kommst einfach nicht zum Lernen, denn entweder klingelt Dein Smartphone oder Du bemerkst, dass das Fenster auch mal wieder geputzt werden könnte, oder Du möchtest nur noch schnell den neuesten Post auf Instagram liken. Und plötzlich ist Deine Lernzeit vorbei und sie kommt auch nicht mehr zurück.

  1. Identifiziere Deine größten Zeitdiebe!
    Beispiel: Dein Smartphone oder Dein iPad.
  2. Erstelle eine Liste mit Deinen größten Zeitdieben!
  3. Finde zu jedem dieser Zeitdiebe mögliche Gegenmaßnahmen.
    Beispiel: Lege zum Beispiel Dein auf stumm geschaltetes Smartphone außer Sicht- und Reichweite oder blocke auf Deinem iPad den Zugang zu den Sozialen Medien.
  4. Notiere Deine erfolgreichsten (Gegen-)Strategien. Hänge die Liste gut sichtbar auf und kontrolliere den Fortschritt regelmäßig.
Tipp #2

#2: Das Pareto-Prinzip (20/80-Regel)

Szenario: Du startest mit einem neuen Modul und möchtest Deine Woche planen. Dabei fällt Dir auf, dass Deine Aufgabenliste für das Studium immer länger wird und Dir die zur Verfügung stehende Zeit nicht auszureichen scheint.

Definition: Das Pareto-Prinzip: Mit 20% des (Zeit-)Aufwandes können 80% des Gesamtziels erreicht werden. Diese Zeitmanagement-Methode hilft, die Priorität auf die effizientesten 20% zu legen.

Step 1: Identifiziere ein konkretes Ziel - Was sind die 100% des Ziels?
Beispiel: Du arbeitest in einer Woche Lektion 1 des Interactive Books vollständig durch.

Step 2: Reflektiere Dein gewohntes Lernverhalten.
Beispiel: Du lernst mit dem Skript, schaust Dir Videos zum Modul an und arbeitest die entsprechenden weiterführenden Materialien durch. Welches Vorgehen hilft Dir nicht wirklich weiter und welches ist effektiv?

Step 3: Identifiziere Deine effizientesten 20% des Lernaufwands und wende diese an.
Mit welchen 20% Deines Lernverhaltens kannst Du 80% Deines selbstdefinierten Ziels erreichen?
Beispiel: Du konzentrierst Dich auf das Erarbeiten von Lektion 1 im Interactive Book und nutzt nur bei Unklarheiten die für Dich passenden Lernmaterialien.

Step 4: Mache Dir bewusst, dass Du mit dieser Methode 80% des Ziels erreichen kannst.

Tipp #3

#3: Die Pomodoro-Technik

Szenario: Du startest mit einem neuen Modul und möchtest Deine Woche planen. Deine To-do-Liste für dieses Modul ist lang und Du kannst Dir die vielen Informationen nicht merken. Zudem hast Du Schwierigkeiten, Dich durchgehend auf Deine Aufgaben zu konzentrieren.

Step 1
Step 2
Step 3
Umsetzung der Pomodoro-Technik:
Tipp #4

#4: Die ALPEN-Methode

Szenario: Du startest mit einem neuen Modul und möchtest Deinen Lerntag planen - Du weißt nur nicht genau, wie Du Dich organisieren sollst. Mit der ALPEN-Methode kannst Du Deine eigene Tagesplanung effektiv angehen.

tep 1: Aufschreiben von Aufgaben, Aktivitäten, Terminen
Step 2: Dauer schätzen
Step 3: Pufferzeit einplanen
Step 4: Entscheidungen treffen
Step 5: Nachkontrolle
Tipp #5

#5: Die SMART-Methode

Szenario

Du startest mit einem neuen Modul und möchtest Deine Woche planen. Du hast Schwierigkeiten, Dich durchgehend auf Deine Aufgaben zu konzentrieren. Mit dieser Methode planst Du Deine Woche, Dein Semester oder Dein gesamtes Studium SMART.

Die SMART-Formel ist einfach und effektiv. Es handelt sich um ein Akronym - das heißt: jeder Buchstabe steht für ein Wort. SMART bringt auf den Punkt, welche Kriterien Ziele erfüllen müssen, damit sie konkret, erreichbar und messbar sind:

S – Spezifisch

M – Messbar

A – Akzeptiert

R – Realistisch

T – Terminierbar

Step 1 - Spezifisch: Formuliere Dein Ziel möglichst genau, zum Beispiel anhand von konkreten Zahlen. Am besten bringst Du Dein Ziel in einem aussagekräftigen Satz auf den Punkt.

Step 2 - Messbar: Ziele mit Zahlenangaben haben einen weiteren Vorteil: Du kannst so besser ermitteln, wann Du das Ziel erreicht hast. Auch, wenn sich nicht jedes Vorhaben leicht quantifizieren lässt: Versuche, konkrete Größen dafür zu finden.

Step 3 - Akzeptiert: Du musst Dich mit Deinem Ziel identifizieren, aber auch Dein unmittelbares Umfeld sollte Dein großes Ziel akzeptieren.

Step 4 - Realistisch: Illusorische Ziele wirken demotivierend und setzen hohe Erwartungen. Wähle ein Ziel, das tatsächlich erreichbar ist.

Step 5 - Terminierbar: Ein fester Zeitrahmen ist wichtig, denn er erleichtert die Planung und lässt erkennen, wo Du gerade stehst.

Tipp #6

#6: Die MENÜ-Methode

Szenario: Du startest mit einem neuen Modul und möchtest Deine Woche planen. Es fällt Dir schwer, einzuschätzen, wie hoch der zeitliche Aufwand ist. Die MENÜ-Formel ist einfach und effektiv.

Step 1 - M = Maßnahmen erfassen: Erstelle eine Auflistung aller zu erledigenden To-Dos – aktuelle Aufgaben sowie regelmäßig wiederkehrende und strategische Aufgaben.

Step 2 - E = Entscheidung über Priorität: Priorisiere Deine aufgelisteten Aufgaben. So erkennst Du, welche Aufgaben als erstes abgearbeitet werden müssen.

Step 3 - N = Notwendigen Zeitbedarf schätzen: Schätze den ungefähren Zeitaufwand für die einzelnen Aufgaben ein. Stellst Du nach der Aufgabenbearbeitung fest, dass Deine Einschätzung falsch lag, reflektiere dies und lass Deine Erkenntnis in die nächste Planung einfließen.

Step 4 - Ü = Überarbeiten der Zeitplanung: Im letzten Schritt dieser Methode überarbeitest Du Deine anfangs erstellte Liste. Dabei stellst Du fest, welche Aufgaben bereits erledigt wurden und welche Du auf den nächsten Tag oder eventuell auf die nächste Woche verschieben kannst oder musst.

Tipp #7

#7: Lernen nach dem Biorhythmus

Szenario: Du startest mit einem neuen Modul und möchtest Deine Lektionen konzentriert bearbeiten und Deine Lernzeiten effektiv nutzen. Doch Du bist häufig sehr müde, wenn Du lernst.

Lerne nach Deinem Biorhythmus und gehe Deine Tagesplanung auf Dich abgestimmt an, denn erfolgreiches Studieren benötigt ein Höchstmaß an Konzentration und Aktivität.

Step 1: Analysiere Deinen Tag und kategorisiere ihn in Hoch- und Tiefphase.
Stell Dir dabei zum Beispiel folgende Fragen und notiere Deine Beobachtung:
Bist Du eher ein Tagesmensch (eine „Lerche“) oder ist Dein Leistungshoch eher abends oder in der Nacht (eine „Eule“)? Oder hast Du mittags vielleicht ein Zwischentief?

Step 2: Werte Deine Beobachtung aus.
Beispiel: Ich stehe gerne spät auf, lerne am besten nachts und starte mit wichtigen Aufgaben erst nach meinem "Mittagstief".

Step 3: Passe Deine Lernzeiten an Deine Leistungshochs und -tiefs an.

Tipp #8

#8: Ich-Zeit planen (Weihnachts-Tipp)

Szenario

Es ist Mitte Dezember. Die Festzeit steht kurz bevor und Du hast gerade ein schwieriges Modul abgeschlossen. Jetzt willst Du sofort mit dem nächsten Kurs in das neue Jahr starten. Aber eigentlich ist Dir das viel zu stressig.

Step 1: Plane Deine „Ich-Zeit“
Im Study Coaching empfehlen wir immer wieder, konsequent zu planen: Semesterplanung, Modulplanung, Planung des Lernalltags und vieles mehr.

Vergiss also nicht, Pausen zu machen und plane bewusst eine kurze Auszeit vom Studium, vom Lernen und von der Planung für das Studienjahr. Pausen sind wertvoll und helfen, den Akku wieder aufzuladen.

Tipp #9

#9: Skript visualisieren

Szenario: Du hast ein neues Modul gebucht und möchtest damit beginnen, die Kursinhalte zu bearbeiten. Das Skript entwickelt sich für Dich jedoch zu einem Berg an Aufgaben und es fällt Dir schwer, einzuschätzen, wie Du Deine Zeit optimal einteilen und den Überblick behalten kannst. Mit dem folgenden Tipp machst Du Lerninhalte und -fortschritte auf einen Blick sichtbar.

Step 1
Step 2
Step 3
Tipp #10

#10: Fokussieren mit der 5/25-Regel

Szenario: Du hast Dir voller Tatendrang zu Beginn des Jahres neue Ziele gesetzt und weißt jetzt nicht, wie und womit Du starten sollst – eine Priorisierung erscheint Dir unmöglich! Die 5/25-Regel von Warren Buffett unterstützt Dich, Deine wichtigsten Ziele herauszufiltern. Setze jeden einzelnen Step am besten direkt in die Tat um, ohne vorher den nachfolgenden zu lesen.

Step 1: Schreibe 25 Ziele auf
Step 2: Markiere 5 Ziele auf Deiner Liste
Step 3: Fokussiere Dich auf Deine 5 wichtigsten Ziele
Tipp #11

#11: Die 25.000$-Methode

Szenario: Du startest mit einem neuen Modul und möchtest Deine Lernzeit effektiv nutzen und die Lektionen konzentriert bearbeiten – doch beim Lernen bist du oft unkonzentriert. Wenn Dir diese Situation bekannt vorkommt, dann schau Dir doch mal unseren Study-Coach-Tipp #11 an: die 25.000$-Methode*

Step 1: Erstelle am Ende jeder Lernsession eine Liste mit den wichtigsten Aufgaben für die nächste Lernsession.

Step 2: Ordne diese Aufgaben nun nach deren Priorität.

Step 3: Beginne bei der nächsten Lernsession direkt mit der ersten Aufgabe, ohne Dich ablenken zu lassen.

Step 4: Hast Du die erste Aufgabe abgeschlossen, überprüfe erneut die Prioritäten der verbleibenden Punkte auf Deiner Liste. Ergänze, sortiere oder streiche notfalls auch Aufgaben aus Deiner Liste.

Step 5: Mache nun mit der (neuen) Aufgabe mit der höchsten Priorität weiter.

Step 6: Wiederhole diesen Vorgang bis zum Ende Deiner Lernsession.

Step 7: Erstelle abschließend eine neue Liste für die nächste Lernsession und übertrage verbliebene unerledigte Aufgaben von der alten auf die aktuelle Liste.

Achtung: Wenn Du manchmal nicht alle Aufgaben einer Lernsession-Liste schaffst, das ist vollkommen ok. Schreib sie einfach auf die Liste für die nächste Lernsession. Und denk daran, dass Du die Aufgabe mit der höchsten Priorität Du schon erledigt hast!

*Exkurs: Warum eigentlich 25.000$-Methode?
Ihren Namen verdankt die 25.000$-Methode einer <strong>wahren Begebenheit</strong> vor rund hundert Jahren. Ein amerikanischer Stahlmagnat beauftragte einen Berater für die Optimierung seiner Arbeitsprozesse. Der Berater stellte nach drei Monaten die oben beschriebene Methode mit den Worten vor, man solle ihm zahlen, was ihm seine Arbeit wert sei.

Offenbar war sie wertvoll: Man überreichte ihm für die Entwicklung seiner Methode einen Scheck in Höhe von 25.000$, daher der Name 25.000$-Methode. Um die Dimensionen zu verdeutlichen: 25.000$ waren 1918 ein Vermögen und entsprächen heutzutage etwa 600.000$.

Tipp #12

#12: Das Vision Board

Szenario

Dein Studium schreitet voran und Du hast das Gefühl, dass Du nicht so richtig weißt, was Du in nächster Zeit erreichen möchtest. Fällt es Dir schwer, zu entscheiden, wohin es als nächstes gehen soll, weil Dir ein Ziel vor Augen fehlt?

Wenn Dir diese Situation bekant vorkommt, dann probiere doch mal unseren Study Coach Tipp #12 aus:

Das Visualisieren mit Vision Board
Erinnere Dich an Deine Motivation für Dein Studium und frage Dich: Was ist Deine Vision?

Manchmal hilft es, unsere Visionen und Vorstellungen bildlich vor Augen zu haben.

Step 1: Wähle die Umsetzungsform
Step 2: Wähle die Darstellungsart
Step 3: Wähle den Zeitraum
Step  4: Wähle den Inhalt
Tipp #13

#13: Die Not-To-Do-Liste

Szenario: Dein Tag oder Deine Woche ist ziemlich verplant mit Job, Erledigungen, Studium – und, und, und. Auf Deinem Schreibtisch oder an Deiner Pinnwand häufen sich To-Do-Listen und Du hast Deine Aufgaben im Blick. Trotzdem bringen Dich Ablenkungen immer wieder vom Kurs ab und Du weißt am Ende des Tages nicht mehr, wo Deine Zeit geblieben ist.

Das kommt Dir bekannt vor? Dann versuche es doch mal mit der Not-To-Do-Liste!

Die Not-To-Do-Liste hilft Dir dabei, Prioritäten zu setzen, Deine Effektivität zu steigern – und Dein Bewusstsein für Zeitfresser zu schärfen.

Step 1: Sammeln
Step 2: Organisieren
Step 3: Sichtbar machen
Step 4: Abhaken
Tipp #14

#14: Timeboxing

Szenario: Du startest Deinen Tag mit einem Kopf voller ToDos und weißt nicht, wie Du Dich strukturieren kannst? Dir helfen Deadlines beim Erledigen von bestimmten Aufgaben? Dann probiere doch mal unseren Study Coach Tipp #14 aus: das Timeboxing!

Step 1: Überblick verschaffen
Step 2: Zeitblock (Timebox) bestimmen

Willst Du wissen, was Deine Kommilitonen zu diesem Tipp sagen? Dann schau Dir die Kommentare auf TEAMS an und beteilige Dich mit Deinen Ideen.

Weitere Anregungen und Tipps für den Studienalltag gewünscht? Wir freuen uns, Dich in unseren Sprechstunden zu begrüßen!

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